Hirschberg

Hirschberg Die nächste Runde des Schlemmerkinos läuft am 18. März an / Gezeigt wird der Film „Grüner wird’s nicht“

Genießen auf „Heisemer“ Art

Mit Essen hat „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ nicht direkt zu tun, aber er ist ein „generationenübergreifender Wohlfühlfilm“ mit vielen „Schönigkeiten“, schwärmt Monika Erdmann. Die Café-Chefin hat wie meist den Film für die nächste Runde des Schlemmerkinos ausgesucht, die ab 18. März an zwölf Terminen im Olympia-Kino über die Bühne gehen wird und ist von ihrer Wahl tief überzeugt. Gesehen hat sie ihn im Sommer beim Festival des Deutschen Films auf der Ludwigshafener Parkinsel und war sich sofort sicher: „Den zeigen wir beim Schlemmerkino.“ Jetzt wurden im Café Erdmann Programm und Speisefolge der Erfolgsreihe vorgestellt, für die am heutigen Mittwoch, 13. Februar, der Vorverkauf beginnt.

Das Schlemmerkino, das zweimal im Jahr angeboten wird, ist ein Selbstläufer und freut auch den Förderkreis Olympia-Kino sehr. Neben dem Kinofest und dem Open-Air im Sommer sei die Reihe die wichtigste Veranstaltung, um das Kino bekannter zu machen, betont Förderkreis-Vizechefin Renate Keppler-Götz und auch ihr Mann Thomas Götz, im Verein der Herr der Finanzen, schwärmt: „Das ist eine super Geschichte. Das Schlemmerkino braucht das Kino, und das Kino braucht das Schlemmerkino.“ Immer wieder generiert der 450 Mitglieder starke Förderkreis, der Träger des Kinos ist, neue Mitglieder oder neue Besucher aus den Reihen des Schlemmerkinos.

Während die Freddy Wonder Combo zum Auftakt in die Tasten haut, serviert das Hotel Krone Pilz-Appetit-Häppchen, Klaus Erdmann sorgt für ein Gläschen Schlemmerkino-Brause als Amuse Gueule. Die Vorspeise von Hermann Wetzel fällt mit schmackhaftem Obazda und Schwarzbrot eher deftig aus. Dazu kredenzt Johannes Teutsch erstmals einen Weißwein Cuvée Kabinett trocken. Als Hauptgang gibt es aus der Kronen-Küche geschmortes Schwein, Malzlack, Breznkuchen und mariniertes Kraut oder alternativ für Vegetarier Pilzsouffle mit Sauerrahm-Gel Breznkuchen und Spinat-Salat. Das Weingut Teutsch hält dazu einen Spätburgunder Rotwein bereit. Als Dessert hat das Café Erdmann Topfen-Nougat-Knödel mit Vanillesauce ausgewählt. Auch Aprikosen-Himbeer-Sorbet steht auf der Speiskarte, die bewusst ein wenig bayrisch orientiert ist.

Der Film

Dort spielt nämlich der Film von Florian Gallenberger, in dem Elmar Wepper und Emma Bading die Hauptrollen spielen. Der Inhalt: Schorsch ist Gärtner in einer bayerischen Kleinstadt und schuftet täglich in seinem Betrieb, der kurz vor der Pleite steht. Er redet nicht gern und auch nicht viel. Hat er nie. Die Ehe mit seiner Frau ist längst entzaubert und zu allem Überfluss möchte seine Tochter jetzt auch noch an die Kunstakademie. „Ein solcher Schmarrn!“ ist alles, was Schorsch dazu einfällt. Nur über den Wolken, in seinem klapprigen Propeller-Flugzeug, einer alten Kiebitz, fühlt sich Schorsch wirklich frei. Doch dann missfällt dem Chef des lokalen Golfplatzes, den Schorsch angelegt hat, der Grünton des Rasens und Schorsch bleibt auf seiner Rechnung sitzen. Als der Gerichtsvollzieher kurz darauf sein geliebtes Flugzeug pfänden will, setzt sich Schorsch in die Kiebitz, packt den Steuerknüppel und fliegt einfach davon. Ohne zu wissen, wohin. Es beginnt eine Reise, die ihn an ungekannte Orte führt, voller skurriler und besonderer Begegnungen – und mit jedem Start und jeder Landung öffnet der Gärtner ganz langsam sein Herz wieder für das, was man eine Ahnung von Glück nennt.

„Oskarreif“, schwärmt Hermann Wetzel, der sein neues Domizil im Schwarzwald verlassen hat, um an seinem alten Firmenstandort nach dem Rechten zu schauen und auch am Pressegespräch zum Schlemmerkino teilnahm. Der Vertrag mit dem Osthofener Gastronom Erik Weissheim ist perfekt, sagte er. In der kommenden Woche beginne der Umbau. Im März oder April wolle der neue Inhaber und Caterer seine SeelenFutterManufaktur an der Bahnhofstraße eröffnen, in dem unter anderem Weine verkostet und hochwertige Antipasti gereicht werden. Definitiv: Es wird geschlemmt in Leutershausen.