Hirschberg

Hirschberg Fragen an den Arbeitskreis-Vorsitzenden Penk

„Ich fühle mich gut unterstützt“

Archivartikel

Sieht man von den aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Krise ab, läuft es gut mit den Aktivitäten der Ehrenamtlichen in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen, auch dank der Unterstützung der Gemeinde – so die Bilanz von Michael Penk, des Vorsitzenden des Arbeitskreises Ehemalige Synagoge, auf die Fragen dieser Redaktion.

Herr Penk, fühlen Sie sich mit Ihrer Arbeit im Leben der Gemeinde gut aufgehoben und unterstützt?

Michael Penk: Von unserer Gemeinde fühle ich mich gut unterstützt. Mit ihr zusammen veranstalten wir ein Gedenken zum 9. November. Konkret wird der stellvertretende Bürgermeister, Karlheinz Treiber, ein Grußwort für die Gemeinde sprechen. Weiterhin läuft aktuell zusammen mit der Gemeinde eine Spendenaktion für den jüdischen Friedhof Hemsbach, der durch vom Umsturz bedrohte Bäume gefährdet ist und dringend einer Rodung bedarf. Das sind zwei Beispiele für die aktuelle Zusammenarbeit. Generell unterstützt uns die Gemeinde auch in anderen Bereichen gut.

Spüren Sie vor Ort etwas von dem aktuell stark diskutierten Antisemitismus in der Gesellschaft?

Penk: Für den neuen Antisemitismus sind wir natürlich sensibilisiert. Zum Glück ist davon direkt in unserem kleinen Ort wenig zu spüren.

Inwieweit sind Ihre Aktivitäten derzeit von Corona betroffen?

Penk: Wegen der Corona-Krise fallen derzeit alle unsere Veranstaltungen aus. Stattdessen nutzen wir unsere Zeit für andere Aktivitäten: Wir haben unseren Web-Auftritt völlig neu gestaltet, attraktive Fotos der Synagoge anfertigen lassen, einen Flyer neu gestaltet und gedruckt, und planen, demnächst ein Video über die Synagoge zu produzieren.

Gibt es in diesem Jahr eine Aktivität hinsichtlich des 9. November?

Penk: Der 9. November ist die einzige Veranstaltung, die trotz Corona in sehr beschränkter Form stattfinden wird: Unter freiem Himmel auf dem Meier-Heller-Platz neben der Synagoge treffen wir uns mit wenigen Mitgliedern des Arbeitskreises ohne weiteres Publikum, um Texte zum Gedenken zu lesen.