Hirschberg

Hirschberg Ortsverbände aus Großsachsen und Leutershausen schließen sich zusammen

Jetzt nur noch ein BdS

Archivartikel

Das Drehbuch versprach Spannung. Im Raum „Großsachsen“ des Hotels „Krone“ traf sich der BdS Großsachsen zunächst zur üblichen Jahreshauptversammlung, danach zur außerordentlichen Verschmelzungsversammlung. Der BdS Leutershausen kam eine halbe Stunde später im Raum „Hirschberg“ zur Hauptversammlung, ebenfalls mit anschließender außerordentlichen Verschmelzungsversammlung zusammen. Am Ende folgte die Aufnahmeversammlung durch den am 10. Februar gegründeten BdS Hirschberg im Raum „Hirschberg“.

Was sich spektakulär anhörte, war es am Ende aber gar nicht. Es gab in den 80 Minuten keine Debatten und keine Gegenstimmen, so dass die Vorstände beider einstigen BdS-Ortsverbände den Fusionsvertrag zum BdS Hirschberg unterzeichneten. Der ganze Abend, besser gesagt der ganze Akt, wurde von Notar Sebastian Zander begleitet.

Als Bürgermeister Ralf Gänshirt um 20.20 Uhr den Raum „Hirschberg“ betrat, war schon alles erledigt. Er gratulierte und meinte nur, dass dies ein besonderer Abend sei. „Sie haben ein neues Kapitel in der Geschichte des BdS und der Gemeinde geschrieben. Darauf können sie stolz sein. Es muss jetzt zusammenwachsen, was zusammengehört“, sagte der Rathauschef und freute sich auf eine angenehme Zusammenarbeit.

Fusion schon 2019 Thema

Zuvor hatten die Vereinsspitzen der noch getrennten Vereine in den jeweiligen Hauptversammlungen die zurückliegenden Monate bilanziert. Für Großsachsen taten dies die Vizechefin des BdS, Martina Kunkel, Schriftführer Walter Gentz und Kassier Christian Zeller.

Das Jahr 2019 wurde von den Vorarbeiten für die Verschmelzung geprägt, hieß es. 2020 gab es mit dem Schmücken des Osterbrunnens durch die Familie Mayer eigentlich nur eine Aktion. Ansonsten erwähnte Schriftführer Gentz noch den Abgang der Vorsitzenden. Im Februar 2020 folgte die Gründung des BdS Hirschberg, der seit dem 9. Juli als Verein eingetragen ist. Schatzmeister Zeller ging kurz auf die Bilanz ein.

Ähnlich unspektakulär verlief die Versammlung des BdS Leutershausen unter dem Vorsitz von Andreas Well. Der BdS-Kreisvorsitzende Peter Gassert freute sich in seinem Grußwort, beim „großen Akt der Verschmelzung“ anwesend zu sein. Schriftführerin Hannelore Egle, die nach 14 Jahren aufhörte, verlas ihren letzten Bericht.

Well erinnerte daran, dass das Jahr 2019 von den Vorarbeiten für die Fusion geprägt war. Wichtiger Begleiter hierbei war Schatzmeister Fidelis Stachniß, der zu Beginn seines letzten Rechenschaftsberichts ankündigte, dass er nach 20 Jahren aufhören werde. Wie bei den Großsachsenern schloss sich im Anschluss eine Mitgliederversammlung an, die den einzigen Tagesordnungspunkt „Verschmelzung“ zum Thema hatte.

Auf 166 Mitglieder gewachsen

Es folgte der letzte Akt: die außerordentliche Aufnahmeversammlung des BdS Hirschberg, die der Vorsitzende Well leitete. Hier waren allerdings nur die 38 Gründungsmitglieder stimmberechtigt. Sie votierten alle mit Ja. Damit wurden die zwei ehemaligen BdS-Ortsverbände im neuen Verein aufgenommen, der dadurch auf 166 Mitglieder anwächst.

Vorsitzender Well, der für drei Jahre gewählt wurde, sieht seine zukünftige Aufgabe darin, die beiden Vereine wirklich zu verschmelzen: „Wir werden eine Bestandsaufnahme machen und werden schauen, was wir weiter machen oder was wir neu erfinden müssen.“ Sicher ist wohl als nächste Aktion das Glockenspiel am Rathaus – in diesem Jahr coronabedingt ohne Glühwein und Stollen. hr