Hirschberg

Hirschberg Gemeinderat befasst sich mit Bedarfsplanung / Verwaltung hält Zahl der Plätze für ausreichend

Längere Betreuung angestrebt

Reichen die Plätze für die Betreuung von Klein- und Kindergartenkindern in Hirschberg? Die Gemeindeverwaltung legt dem Gemeinderat in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Dienstag, 30. Juni, den Kindergartenbedarfsplan 2020 vor. Angesichts der Tatsache, dass die Kindergärten in der Vergangenheit oftmals nicht so früh voll belegt waren, wie bei der Bedarfsplanung statistisch angenommen wurde, geht die Verwaltung davon aus, dass die aktuell 410 Plätze ausreichen werden. Zum 1. März lebten 413 anspruchsberechtigte Kinder in der Gemeinde. Deren Zahl steigt in den nächsten beiden Jahren aber auf 432. Die Verwaltung will daher im kommenden Herbst bereits eine Bedarfsplanung bis 2023 machen.

Zusätzliche Ganztagsplätze

Handlungsbedarf wird bei der Art der Plätze gesehen. Aktuell werden 180 Ganztagesplätze angeboten, der Bedarf liege jedoch höher, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage und setzt auf die Fertigstellung des evangelischen Kindergartens in Leutershausen Ende 2021. Dort sollen weitere Ganztagsplätze zur Verfügung gestellt werden. Auch sieht die Verwaltung die Notwendigkeit, die Betreuungszeiten auszuweiten. Mit den Trägern werde um eine Verlängerung auf 7 bis 14 Uhr sowie 7 bis 17 Uhr diskutiert. Eine Umsetzung sei im Kindergartenjahr 2021/22 realistisch und könne eventuell in einer Einrichtung beginnen und bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Auf der Tagesordnung des Gemeinderates steht die im Ausschuss für Technik und Umwelt bereits Mitte März vordiskutierte neue Friedhofssatzung, der bis Jahresanfang auch ein neues Gebührenverzeichnis folgen soll. Ferner will das Entscheidungsgremium einen Knopf an einen Vertrag zwischen der Gemeinde und der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner über die Herstellung und Unterhaltung einer gärtnergepflegten Grabanlage auf dem Friedhof in Leutershausen machen sowie den Entwurf der Grabanlage absegnen.

Bei dem neuen Modell wird die Gemeinde im Vorfeld der Neuanlage des Grabfeldes die Gestaltung der Wege und die Neuanpflanzung der Hecke im Nordwesten der Anlage auf eigene Kosten vornehmen. Die weitere Pflege und die Instandhaltung der Wege innerhalb des gärtnergepflegten Grabfeldes und die damit entstehenden Kosten übernimmt die von der Genossenschaft vertraglich gebundene Friedhofsgärtnerei, vermutlich die Friedhofsgärtnerei Pressler aus Weinheim. Die Pflegekosten müssen von den Hinterbliebenen übernommen werden.

Weiteres Thema der Gemeinderatssitzung ist eine höhere Versorgungssicherheit bei der Wasserversorgung. Handlungsbedarf sieht die Kommune, seit im Oktober 2016 die Wasserversorgungshauptleitung für die Hochzone in Großsachsen an der Oberen Bergstraße gebrochen ist. Helfen soll ein Ringschluss in der Lobdengaustraße. Dazu muss eine 625 Meter lange Wasserleitung zwischen den Endpunkten AVR und Aussiedlerhof Reisig gelegt werden. Es ist geplant, die Maßnahme noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen; die Kosten werden auf knapp 400 000 Euro geschätzt.

Mehr Trinkwassersicherheit

Eine weitere Schwachstelle sieht die Gemeinde darin, dass für die Hochzone in Leutershausen nur ein einzelner Einspeisepunkt im Bereich des Oberen Häuselbergwegs besteht. Mehr Versorgungssicherheit würde ein weiterer Einspeisepunkt im Bereich der Platanenstraße schaffen. Dieser soll im kommenden Jahr angegangen werden. Zunächst will die Gemeinde die Ausführungsplanung und das Leistungsverzeichnis erstellen.