Hirschberg

Hirschberg Gemeinde reagiert auf Befall im Sportzentrum

Legionellen im Wasser: Duschen vorerst gesperrt

Das Duschen ist derzeit im Leutershausener Sportzentrum untersagt. Der Grund: Bei einer routinemäßigen Wasserprobe wurden Legionellen festgestellt. Dies teilte der stellvertretende Bauamtsleiter Karl Martiné mit. „An einem Wasserhahn in dem Schiedsrichterraum wurden erhöhte Werte festgestellt. Wir haben daher am Mittwoch sicherheitshalber alle Leitungen im Sportzentrum durchgespült und desinfiziert“, erläutert der Rathausmitarbeiter.

In sieben Tagen wird laut Martiné erneut eine Wasserprobe entnommen und von einem Institut untersucht. Danach wird man sehen, ob die Maßnahme erfolgreich war oder nicht.

Bis die Verwaltung dann das Ergebnis für die Wasserprobe vorliegen hat, kann es allerdings noch dauern. Der Hirschberger Bauamtsmitarbeiter rechnet mit zwei bis drei Wochen, bis die Gemeinde endgültige Sicherheit hat.

In dieser Zeit werde daher sicherheitshalber das Duschen im Sportzentrum untersagt. Denn die Gefahr für die Menschen sei nicht abzuschätzen.

Einen ähnlichen Vorfall mit Legionellen im Schiedsrichterraum, wo das Wasser wesentlich seltener angestellt wird als in den Mannschaftsduschen, gab es vor wenigen Wochen im Sportzentrum Waid bei der TSG Lützelsachsen.

In niedriger Konzentration sind Legionellen normalerweise auch ungefährlich. Zum Problem werden sie erst, wenn sie in hoher Konzentration in die Lunge gelangen, beispielsweise wenn beim Duschen oder im Whirlpool Wasserdampf eingeatmet wird, der mit den stabförmigen Bakterien belastet ist. Denn Legionellen, speziell die Art Legionella pneumophila, können im schlimmsten Fall die Legionärskrankheit, eine schwere Form der Lungenentzündung, auslösen. Fachleute gehen davon aus, dass die Legionärskrankheit 15 000 bis 30 000 Mal pro Jahr allein in Deutschland auftritt. hr