Hirschberg

Soziale Infrastruktur Gemeinde baut für fünf Millionen Euro neuen Kindergarten / Seniorenwohnprojekt Mozartstraße eingeweiht

Massive Investitionen für Jung und Alt

Archivartikel

Das zentrale Aufgabenfeld der Kommunalpolitik in Hirschberg bildet im Jahre 2018 die Verbesserung der sozialen Infrastruktur in der Gemeinde, vor allem der Ausbau der Kinderbetreuung. Das Herzstück stellt der Neubau des Evangelischen Kindergartens in Leutershausen dar.

Doch die Maßnahmen beginnen bereits bei den Kleinsten: Im Januar gibt der Gemeinderat grünes Licht für die Einrichtung einer Kinderkrippe in der ehemaligen Postfiliale in der Friedrich-Ebert-Straße 8 zu Kosten in Höhe von 412 000 Euro. Ende des Jahres wird der Vertrag für eine langfristige Anmietung dieser Räume unterzeichnet, die ab Frühjahr 2019 saniert werden und Mitte des Jahres in Betrieb gehen sollen.

Start für Neubau

Das Herzstück der aktuellen Kindergartenpolitik in der Kommune bildet jedoch der Neubau der Einrichtung in der Evangelischen Kirchengemeinde Leutershausen. Mitte Januar packen die Kinder und Erzieherinnen im Altbau die Kartons und ziehen in den benachbarten Pavillon der Grundschule um. Im April beginnen die Arbeiten zum Abbruch des bisherigen Gebäudes an der Fenchelstraße/Ecke Hölderlinstraße.

Gleichzeitig laufen die Vorarbeiten für den Neubau: Am 16. Juli billigt der Gemeinderat den Entwurf für ein zweigeschossiges Gebäude, dessen Bau Mitte 2019 starten und Ende 2020 abgeschlossen sein soll. Mit gut fünf Millionen Euro ist es das aktuell teuerste Projekt der Gemeinde.

Auch das bereits bestehende Angebot wird vielfältiger: Mitte Januar starten die Erschließungsarbeiten zur Erweiterung des Evangelischen Kindergartens Großsachsen. Die Kosten für die „Baumhaus“-Außengruppe betragen 116 000 Euro. Am 5. Mai erfolgt die Einweihung.

Auch in die Schulen wird mächtig investiert. In den Sommerferien beginnt der letzte Abschnitt der Sanierung der Martin-Stöhr-Schule. Für 940 000 Euro werden Lehrerzimmer sowie Musik- und Betreuungsräume ins Erdgeschoss und die Klassenräume ins erste Obergeschoss verlegt.

Im nördlichen Teil des Schulgebäudes entsteht eine 80 Quadratmeter große Mensa, die bis dahin in einem weit kleineren Raum im vorderen Bereich des Gebäudes untergebracht ist. Dieser wird nun zum Musiksaal, der bis dahin im ersten Stockwerk liegt.

Aber nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für die älteren Bürger engagiert sich die Gemeinde: Am 19. Juli wird der Wohnpark Mozartstraße eingeweiht, dessen Bau 2016 begonnen hat. Mit seinen 23 Wohneinheiten bildet das Projekt einen zentralen Baustein der Seniorenpolitik der Kommune.

Doch gerade ältere Menschen sind vom Ausbluten des Einzelhandels betroffen, der sich im Jahre 2018 fortsetzt: Ende März schließt der Hofladen „Zur Mühle“ in der Großsachsener Talstraße, Ende des Jahres das seit 35 Jahren bestehende Feinkostgeschäft Wetzel in der Leutershausener Bahnhofstraße.

Zumindest das Ende Mai geschlossene Postlädchen in der Raiffeisenstraße in Leutershausen wird fortgeführt, die bisherige Muschelknautz-Filiale von der Birkenauer Bäckerei Brehm übernommen. -tin