Hirschberg

Hirschberg Thomas Siffling und Ensembles spielen Open Air

Moderne Musik in historischen Mauern

Der langjährige Leiter der Hirschberger Veranstaltungsreihe "Musik in historischen Mauern", Dr. Claus Canisius, legt 2017 eine "schöpferische Pause" ein. Dies kündigte die Gemeindeverwaltung im März an. Ganz unter den Tisch fallen lassen wollte man diese in der Region so bekannte Konzertreihe, die Bestandteil des Hirschberger Musiksommers ist, aber nicht.

Die Verwaltung, vor allem der stellvertretende Hauptamtsleiter Michael Frank, setzte sich daran, für Ersatz zu sorgen. Die Suche war durchaus erfolgreich, denn gleich mehrere bekannte Musiker werden morgen, 17. September, beim "Best-of-Open-Air" in der Villa Rustica in Großsachsen auf der Bühne stehen.

Da ist zunächst Thomas Siffling (Jazz-Trompete) und das Jazz-Ensemble Baden-Württemberg. Das Jazz-Ensemble hat sich in diesem Jahr an eine neue Interpretation der eindrucksvollsten Werke von den "Doors" gewagt und daraus entstanden ist das Programm "The Doors - without words". Die Gruppe war eine der charismatischsten und prägendsten Bands der 1960er Jahre.

Nach dem erfolgreichen und überregional wahrgenommenen Debütalbum Edition 13 des Jazz-Ensembles Baden-Württemberg geht es seit 2015 in die nächste Runde.

Die Besetzung wurde verändert und auf eine instrumental hochinteressante Oktett-Besetzung erweitert. Dabei werden junge aufstrebende Musiker ebenso integriert wie mit dem Gitarristen Jo Ambros ein weiterer Jazz-Preisträger des Landes Baden-Württemberg. Somit ist das Jazz-Ensemble ein hochwertiger Beleg für die gesamte Bandbreite der hiesigen Jazz-Szene.

Gleichzeitig war es eine wichtige Entscheidung, sich auch programmatisch auf etwas Neues einzulassen. So entschieden sich Lehel und Siffling für das Thema "The Doors". Für die Arrangements konnte der international renommierte und in Berlin lebende Arrangeur Nicolai Thärichen gewonnen werden.

Mit dem Lulu-Weiss-Ensemble, die bereits mehrfach in Hirschberg aufgetreten sind, landete die Verwaltung einen weiteren Volltreffer.

Die vier Musiker, die schon beim Mannheimer "Jazz im Quadrat" einen heißen und mitreißenden Auftritt hatten, stehen für einen Swing, der aus dem Herzen kommt. Ob Balkan- oder Bossa-Nova-Nummern, ob Musette-Walzer oder Csàrdàs-Tänze, die Herren mit den Gitarren, mit Violine und Bass verstehen es, ihren Swing und ihre Lebensfreude auf das Publikum zu übertragen.

Wie die Zukunft der Hirschberger Konzertreihe "Musik in historischen Mauern" aussieht, wird laut Rathausmitarbeiter Frank noch im Oktober geklärt. Dann wird das Gespräch mit Dr. Claus Canisius gesucht.