Hirschberg

Hirschberg Zweitägige Veranstaltung mit Franz Kain und der „Smokie Revival-Band“ am 24. und 25. August auf dem Spargelhof Reisig

Musik und Kabarett auf der Traktor-Rolle

Archivartikel

24 Jahre lang lebt er neben der schönen Alice, himmelt sie an und wartet auf seine Chance – „Living next door to Alice“ wurde 1976 der größte Erfolg für „Smokie“; ganz klar gehört er auch ins Repertoire der „Smokie Revival-Band“, die seit 2001 die fetzige Musik der britischen Band spielt. „Alle Kultstücke“, sagt Schlagzeuger Armin Scherf, gehören bei ihren Auftritten ins Programm. „Lay back in the arms of someone“ etwa, das ein Jahr später herauskam, oder „Needles and pins“, das das Quartett um Chris Norman endgültig in den Pop-Himmel katapultierte.

Die fünf Musiker aus der Rhein-Neckar-Region sind mit der Musik von „Smokie“ groß geworden; Sänger Matthias Beringer, Jürgen Riedl (Bass), Glenn Müller (Gitarre) und Keyboarder Anatoli Kholdov touren damit durch Deutschland, Österreich, Belgien und die Ukraine. Letztes Jahr wurde Hermann Reisig durch eine Bekannte auf die Band aufmerksam, besuchte ein Konzert und war sofort überzeugt, dass diese Musik auf seinen Spargelhof und „auf die Roll’“ passen würde, die seit sieben Jahren zur Open-Air-Bühne mutiert. Bei der Aussicht, auf einem schwankenden Traktoranhänger zu spielen, werden Scherf und Beringer etwas zurückhaltender: „Wir brauchen Platz.“ Ob sie aus dieser Nummer herauskommen, ist fraglich, denn Reisig bietet einfach ein größeres „Rollen-Modell“ an – die Fans werden am 25. August mehr wissen, denn dann können sie sich auf knapp zweieinhalb Stunden durchgehende Musik freuen, gespielt vor der Scheunenwand und der untergehenden Sonne.

Viel Erfahrung mit der rustikalen Bühne hat dagegen Franz Kain, der einen Tag zuvor „Völlisch vun de Roll“ sein wird: Er ist nun zum fünften Mal im Spargelhof zu Gast, nachdem er seinerzeit auf der Weinheimer Kerwe die Bekanntschaft des Landwirts gemacht hat. „Das war am Stand des Winzerkellers Wiesloch“, erinnert er sich an den letzten Gast des Abends, der sich umsah und fragte: „Was muss noch weg?“ „De Baby-Boom-Bu“ ist das neueste Programm des Kabarettisten, entstanden auf Anregung seiner Tochter Patricia, die sich immer ausschüttete vor Lachen, wenn der Vater von früher erzählte.

1964 geboren, zählt er zum geburtenstärksten Jahrgang, und vermutlich hat sich in den letzten Jahren genug geändert, um manches exotisch klingen zu lassen, was er über seine Jugend berichtet: „Da gab es Sachen noch nicht, die gibt es heute schon nicht mehr.“ Den Videorekorder etwa oder den Discman; im Kindergarten regierte die „Tante“, wo sich heute Erzieherinnen mehr mit Helikoptereltern als mit deren Sprösslingen plagen müssen.

Am Freitag, 24. August, tritt Kabarettist Franz Kain mit seinem Programm „De Babyboom-Bu“ im Spargelhof Reisig auf, am Samstag, 25. August, ist hier die „Smokie Revival-Band“ zu hören. Einlass ist an beiden Abenden um 18.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf im Kartenshop der DiesbachMedien in Weinheim, Friedrichstraße, auf dem Spargelhof Reisig in Großsachsen sowie an der Abendkasse. stk