Hirschberg

Hirschberg Dreitägige Bundesversammlung der Sonderzüchter

Namensänderung zeugt von größerer Bedeutung

Thomas Rell aus Leutershausen ist Bundesvorsitzender des Sondervereins der Züchter seltener Zwerg-Wyandotten in Deutschland und ein bekannter Züchter in der Region. Auch sein Bruder Tobias ist als Beisitzer im Bundesvorstand vertreten. Beide haben jetzt dafür gesorgt, dass die Bundesversammlung in Hirschberg stattfand. Drei Tage lang waren die 130 Delegierten damit beschäftigt, neue Richtlinien zu beschließen sowie Experten-Vorträge zu hören.

Mit zwei Kutschen wurden die Delegierten am Freitagmorgen von Schriesheim aus zum Tagungsort nach Großsachsen gefahren. Doch zunächst stand unterwegs bei einem befreundeten Winzer eine Weinprobe auf dem Programm.

Die Tagung begann am Samstag in der Geflügelzuchtanlage in Großsachsen mit dem Hauptthema „Wyandotten“. Gekommen waren knapp 130 Delegierte des Verbandes – eine stolze Zahl, die zeigt, wie eng verbunden die Züchter mit dem Verband und dessen Aufgaben sind.

Rede von Bundeschef Thomas Rell

Am Samstag gab es Grußworte des Kreisvorsitzenden Jürgen Heil (Weinheim/Leutershausen) und die Vorstellung neuer Richtlinien durch die Preisrichter. Am Nachmittag hielt Vorsitzender Thomas Rell den Jahresbericht. Im Vorstand, so Rell, habe es keine Langeweile gegeben: „Wir hatten immer etwas zu tun“.

Als eine „ganz wichtige Änderung“ betrachtet er die Namensänderung bei den Wyandotten. So heißen sie künftig „Deutsche Wyandotten und Deutsche Zwerg-Wyandotten“, was eine „richtige Beförderung“ der Tiere bedeute. Die Schau in Ellmann mit mehr als 40 Ausstellern und 500 Tieren sei wieder ein voller Erfolg gewesen, so Rell. Keine leichte Aufgabe sei die Zuchtschau für die Preisrichter gewesen, denn laut Vorsitzendem „werden die Tiere immer ausgeglichener“.

Zum Glück 2017 keine Vogelgrippe

Im Bericht des Zuchtausschussvorsitzenden Hermann Kampers spiegelte sich die Freude wider, „dass 2017 für uns in Deutschland eine Schausaison ohne die gefürchtete Vogelgrippe endete“. Auch die weiteren sieben Zuchtberichte fielen positiv aus. So wurde deutlich, dass die Fütterung der Tiere große Bedeutung für die Zucht hat und dank der Futtermittelindustrie auch geeignetes Futtermittel zur Verfügung steht. Den Tieren muss aber auch ausreichend Wasser zur Verfügung stehen, am besten Trinkwasser aus dem eigenen Wasserhahn, das zeige die Qualitätsuntersuchung.

Die Bewirtung in der Großsachsener Geflügelzuchtanlage hatte während der Tagung der örtliche Geflügelzuchtverein mit seinem Vorsitzenden Jürgen Adler übernommen. Am Samstagabend waren die Teilnehmer zum „Züchterabend“ ins „Neue Ludwigstal“ eingeladen, wo die Delegierten während der drei Tage auch wohnten. wh