Hirschberg

Heddesheim/Hirschberg Konzertreise der Chorgemeinschaft von Volker Schneider nach Tschechien

Neuer Höhepunkt in einem langen Dirigenten-Leben

Archivartikel

Volker Schneider, in der gesamten Region renommierter Chorleiter aus Passion, feiert in diesem Jahr sein 50. Dirigentenjubiläum. Aus diesem Anlass organisierte er – neben zahlreichen anderen Veranstaltungen natürlich – eine Konzertreise seiner Chöre nach Tschechien mit 170 Teilnehmern aus dem Odenwald, der Region um Weinheim und Heddesheim. Mit dabei auch Orgelvirtuose Franz Lambert, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbindet.

Im Laufe seiner Tätigkeit unternimmt Schneider viele Chorreisen. So nach Italien, Brasilien, China und Russland. Die jetzige nach Tschechien wird dennoch „ein Höhepunkt in der musikalischen Laufbahn von Volker Schneider“, konstatiert Erich Leinen aus Rimbach in seinem anschaulichen Bericht über die Reise.

Höhepunkt der Reise: Das zweistündige Konzert in der Barockkirche Sankt Anna in Sedlec, begleitet von Lambert. Nach seiner Eröffnung an der Wersi-Orgel präsentiert der Männerchor stimmgewaltig den auf das Egerland umgetexteten „Sängergruß“ sowie „Morgenrot“ und „Abendfrieden“. Es folgen „Es läutet zum Ave Maria“, „Dona Maria“ und – dies mit dem Publikum – „Freude, schöner Götterfunke“. „In der atemberaubenden Akustik der Kirsche erzeugen die Vorträge Gänsehautstimmung“, berichtet Erich Leinen.

Mehr als 100 Aktive auf der Bühne

Der Frauenchor bringt die Zuhörer mit „Träume von der Moldau“ zum Schwelgen, bevor die gesamte Sängerschar aus weit mehr als 100 Aktiven unter Leitung Schneiders mit ihren Vorträgen im Kirchenraum ihre ganze Klangvielfalt entfaltet.

Bei dem Lied „Sa Ra Ba Na Va Na“, einem indischen Mantra, ergänzen die Solisten Werner Stein (Tenor)und Antonia Schurardt (Sopran) den Chor. Es folgen weitere Vorträge der Solisten, von Lambert begleitet: „The Rose“ und „O mio babino caro“ (Antonia Schuchardt), „Alle Tage ist kein Sonntag“ (Werner Stein) und „Lippen schweigen“ (Duett).

Als Überraschungsgast ist die ehemalige deutsche Weinprinzessin Charlotte Freiberger vom gleichnamigen Weingut in Heppenheim angereist. Sie bezaubert das Publikum auf der Violine, von Lambert begleitet, mit „Danke für die Zeit“ und „Küss mich, halt mich, lieb mich“.

Franz Lambert spielt an seiner Wersi-Orgel – er hatte die „Louvre“ nach Tschechien mitgenommen – zum Abschluss die „Dornenvögel-Rhapsodie“ und „Hallelujah“ von Leonhard Cohen. Ein stürmischer, nicht enden wollender Applaus des Publikums in der voll besetzten Kirche belohnt die Akteure des Konzerts. Sein Erlös wird für die Renovierung der Kirche gespendet. -tin