Hirschberg

Hirschberg „MM“ hakt nach Leserbeschwerde bei der Pressestelle Süd nach

Post lässt Briefe unbeantwortet

Was tun, wenn die Post nicht ankommt? „MM“-Leser Gerhard Beckenbach aus Hirschberg hat sich in einem Brief direkt an das Verteilzentrum in Mannheim gewandt, doch auf eine Antwort wartete er vergebens. „Seit einigen Monaten gibt es erhebliche Probleme mit der Postzustellung“, schrieb er daraufhin an die Redaktion. „Am Freitag und Samstag nach Christi Himmelfahrt wurde keine Post zugestellt. Am Dienstag dieser Woche kam Post, die bereits am vergangenen Freitag hätte zugestellt werden müssen.“

Der „MM“ hat bei der zuständigen Pressestelle nachgehakt. „In den letzten Monaten gab es in Hirschberg kaum Unregelmäßigkeiten bei der Postzustellung“, heißt es in der postwendend per E-Mail eingetroffenen Antwort. Lediglich in der vergangenen Woche sei es „aufgrund von mehreren kurzfristigen Personalausfällen vereinzelt zu Verzögerungen bei der Postauslieferung gekommen“, heißt es weiter. Grundsätzlich stehe zwar immer eine Ersatz- oder Abrufkraft für ausfallende Kollegen zur Verfügung. „Aber bei sehr kurzfristigen Personalausfällen ist es leider nicht immer möglich, eine Ersatzkraft zu finden“, bedauert Hugo Gimber von der Pressestelle Süd und erklärt weiter: „In solchen Fällen springen die Kollegen ein, die in Nachbarbezirken eingesetzt sind.“

Dabei könne es „vereinzelt vorkommen, dass die Mitarbeiter innerhalb der täglich zulässigen Höchstarbeitszeit nicht alle Sendungen zustellen können und sie die Zustelltour abbrechen müssen“. Wenn das passiere, seien die Kollegen gehalten, am nächsten Tag dort mit der Zustellung anzufangen, wo sie sie am Vortag abgebrochen haben. „So wird ausgeschlossen, dass Kunden an mehreren aufeinander folgenden Tagen keine Post bekommen“, erklärt Gimber.

In Hirschberg komme hinzu, dass dort die Zustellbezirke in der ersten Maiwoche neu eingeteilt worden seien. Damit veränderten sich meist auch die Zustelltouren: „So kann es vorkommen, dass ein Kunde, der bisher seine Post am Vormittag erhalten hat, diese erst nachmittags erhält, und umgekehrt. Auch die Postboten müssen ihre neuen Zustellbezirke erst kennenlernen.“

Und was können Kunden im falle eines Falles tun? „Kunden, die mit unserem Zustellservice nicht zufrieden sind, sollten ihre Beschwerden immer über unsere Kundenhotline (0228/433 31 12) vortragen.“ Die Mitarbeiter dort hätten nämlich eine Software, „mit der sie direkt den Vorgesetzten des Zustellers über den aufgenommenen Sachverhalt informieren können“. So könne der Zusteller spätestens am Tag nach der Beschwerde darauf angesprochen und der Mangel abgestellt werden. „Eine Rückmeldung an die Kunden erfolgt bei einer ersten Beschwerde deshalb grundsätzlich nicht“, schreibt Gimber abschließend. hje