Hirschberg

Hirschberg Diskussion um Öffnung für Kinderbetreuung

Postillon kritisiert das Land

Archivartikel

Seit Mitte März dürfen viele Kinder den Kindergarten und die Krippe nicht besuchen. Eine große Enttäuschung sei nun, dass die Landesregierung die Verordnung nochmals bis zum 29. Juni verlängert hat, teilt der Verein Postillion, der in Hirschberg Krippen betreibt, in einer Presseerklärung mit. „Das hat den Postillion sehr verwundert“, beklagt dessen Vorsitzender Stefan Lenz. Sachsen habe schon seit 18. Mai Regelbetrieb und die Fallzahlen seien dennoch dort nicht gestiegen.

Arztverbände hätten sich laut Postillion ebenfalls für eine Öffnung ausgesprochen. Selbst die Landesregierung habe vor kurzem aus ihrer eigenen Studie zitiert, wonach einer Öffnung aus Sicht der Infektionslage nichts im Wege stehe. Dennoch müssten die Eltern und Kinder weiter warten.

Im Moment dürfen nur 50 Prozent der Kinder die Kita besuchen. Die Frustration der restlichen Eltern sei groß und zeige auch die ganze Tragweite der Situation, in der sich Familien gerade befänden, so Lenz.

Hygienekonzept erarbeitet

Daher habe sich der Postillion auf eine Öffnung für den Regelbetrieb vorbereitet. Ein Hygienekonzept, das mit dem Gesamtelternbeirat und Eltern, die im medizinischen Bereich tätig sind, abgestimmt ist, liegt vor. Nachvollziehen könne der Postillion die Entscheidung der Landesregierung nicht. Ebenfalls ungeklärt ist die Finanzierung der Elternbeiträge, die bisher nur gestundet sind. Auch das sei ein unbefriedigendes Ergebnis. wn