Hirschberg

Hirschberg Generalversammlung der Energiegenossenschaft Hohe Waid zieht positive Bilanz

Solaranlage in Ilvesheim als Erfolg

Die Energiegenossenschaft Hohe Waid eG ist positiv gestimmt. Dies zeigte sich bei der Generalversammlung in der Alten Turnhalle in Großsachsen, bei der rund 30 Aktive anwesend waren. Der Vorsitzende Matthias Schütze hatte über das Geschäftsjahr 2017 viel Positives zu berichten. So haben alle Photovoltaik-Anlagen der Genossenschaft mehr Strom produziert als prognostiziert, im Mittel ein Plus von sechs Prozent, heißt es in einer Presseerklärung der Energiegenossenschaft.

Bei der Windkraftbeteiligung Großer Wald bei Buchen ist ein neuer Jahresrekord zu verbuchen, wurden doch 129 Prozent des erwarteten Jahressolls erreicht. Insgesamt wurden mit den Projekten der Hohe Waid eG 2017 200 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden.

Das Angebot an Mitglieder und Kunden, sich über ihre Möglichkeiten zum Klimaschutz zu informieren und entsprechende Maßnahmen umzusetzen, wurde immer wieder genutzt und führte schon zu einigen privaten Photovoltaik-Anlagen.

200 Tonnen weniger Kohlendioxid

Die Genossenschaft hat zwei neue Projekte gestartet. Die Pelletheizung in der Anschlussunterbringung in Leutershausen hat für klimaneutrale Wärme gesorgt. Gleichzeitig konnten die Kosten für die Gemeinde Hirschberg vorteilhaft und gut planbar realisiert werden. Die Genossenschaft plant, dieses Geschäftsfeld weiter auszubauen und ist bereits in Gesprächen mit weiteren möglichen Partnern.

Ende April wurde die Unterschrift unter ein neues Projekt in Ilvesheim gesetzt. Über den langen Weg bis zum Vertrag berichtete Friederike Mauler. Sie hat in Ilvesheim die Initiative ergriffen und gemeinsam mit der Genossenschaft mögliche Standorte erkundet, bis schließlich die Wahl auf das Dach der Friedrich-Ebert-Schule fiel.

Nachdem der Ilvesheimer Gemeinderat einstimmig für das Projekt votiert hat, steht der Installation der Solaranlage, mit der rechnerisch 15 Familienhaushalte versorgt werden können, in diesem Sommer nichts mehr im Wege.

Vorstand Dirk Erdel berichtete über die positive Entwicklung der Zahl der Stromkunden beim Vertrieb des eigenen Stromtarifs. So konnten in 2017 weitere neue Kunden gewonnen werden. Die jetzt 60 Kunden profitieren auch von zusätzlichen Vergünstigungen, wie der Umweltprämie von 50 Euro für den Kauf energieeffizienter Haushaltsgeräte. Erdel stellte anschließend die erfreuliche Jahresbilanz mit einem Umsatzplus von 24 Prozent vor. Es folgte der Bericht des Aussichtsratsvorsitzenden Dietmar May, der dem Vorstand durchweg gute und erfolgreiche Arbeit bescheinigte.

Die Auszahlung der Dividende wurde von der Versammlung wegen des hohen bürokratischen Aufwandes einstimmig auf das Folgejahr verschoben. Nach der Vorstellung der positiven Jahresbilanz 2017 und dem erfreulichen Ausblick für die Zukunft war es folgerichtig. ech