Hirschberg

Hirschberg Betriebe im Gewerbegebiet bekommen Glasfaseranschlüsse

Spatenstich fürs schnelle Netz

Archivartikel

Mit dem offiziellen Spatenstich in Hirschberg ist der nächste Schritt auf dem Weg zum sukzessiven Glasfaserausbau von insgesamt 14 Gewerbegebieten im gesamten Rhein-Neckar-Kreis erfolgt. Rund 40 ansässige Unternehmen werden demnach in einige Monaten über die technischen Möglichkeiten des gigabitfähigen Glasfasernetzes verfügen.

Insgesamt 90 Prozent des FTTB-Ausbaus („Fibre-to-the-Building“, Glasfaser bis zum Gebäude) im Hirschberger Gewerbegebiet werden gefördert. Der Bund trägt 50 Prozent der Ausbaukosten im Gesamtvolumen von 760 000 Euro, 40 Prozent übernimmt das Land Baden-Württemberg.

„Die Kommunen und ihre Unternehmen profitieren beim FTTB-Ausbau von ihrer Mitgliedschaft im Zweckverband High-Speed-Netz Rhein-Neckar“, sagt der Technische Leiter des Zweckverbandes, Marco Stumpf. Der Verband steuere und koordiniere den Glasfaserausbau. Für Bürgermeister Ralf Gänshirt ist der FTTB-Ausbau des Hirschberger Gewerbegebietes ein Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der Hirschberger Unternehmen, heißt es in einer Mitteilung des Zweckverbands.

Aus dem öffentlichen Ausschreibungsverfahren für den Ausbau war die HLT Baugesellschaft aus Neckargerach als wirtschaftlichster Bieter hervorgegangen und hatte folglich den Zuschlag erhalten. In etwa drei Monaten sollen die Tiefbauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

Die Baumaßnahme ist in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten erfolgt die Verlegung der Haupttrasse sowie die Vorstreckung der Hausanschlüsse zu den Grundstücksgrenzen. Im zweiten Schritt werden die Kabel dann bis in die jeweiligen Gebäude verlegt.

Ein spezieller Umstand im Rahmen des Hirschberger Glasfaserausbaus sorgt bei den Verantwortlichen des Zweckverbandes übrigens für Stirnrunzeln. „Just zum Zeitpunkt des geplanten Baustarts meldet sich auf einmal die Telekom in Hirschberg zu Wort und bietet in dem geplanten Ausbaugebiet kostenlose Hausanschlüsse an“, wundert sich Thomas Heusel über die plötzlichen Aktivitäten. Nur, weil diese bei den kommerziellen Telekommunikationsanbietern bisher ausgeblieben waren, war der Zweckverband schließlich in Aktion getreten. red