Hochschule

Serie Mannheims Studierende und ihre Initiativen

40 Stunden pro Woche

Archivartikel

An der Uni Mannheim gibt es zahlreiche Initiativen, in denen sich Studierende engagieren. Grund genug, einige von ihnen vorzustellen.

„Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mich für Enactus engagieren werde“, sagt Aurélien Kaske. Denn seine Begeisterung für Wirtschaft wollte der 21-Jährige gerne mit einer sozialen Komponente verbinden. Mittlerweile ist er seit fast einem Jahr einer der vier Vorstände der Studierendeninitiative. Die Gruppe konzipiert soziale Projekte im In- und Ausland, passt diese an die spezifischen Gegebenheiten vor Ort an und realisiert sie mit Hilfe sozialer Partner. „Dabei behalten wir immer auch die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Blick“, sagt Kaske.

Langfristiges Ziel sei es, dass die Projekte zu sozialen Start-ups werden. Sie sollen sich selbst finanzieren und ohne Betreuung durch die Initiative weiterlaufen. „Spenden haben auch ihre Berechtigung, aber uns ist es wichtig, etwas Nachhaltiges aufzubauen, damit sich die Situation der Menschen langfristig verbessert“, sagt der VWL-Student.

Die Projekte reichen dabei von Aquaponik, ein Verfahren, das Fischaufzucht und die Kultivierung von Nutzpflanzen verbindet, in Togo bis zur Produktion modischer Hosen für Rollstuhlfahrer. Die Initiative ist weltweit an Hochschulen vertreten. In Mannheim kümmern sich momentan 100 Mitglieder um elf Projekte. Das erfordere großen organisatorischen Einsatz. Kaske engagiere sich rund 40 Stunden die Woche für die Initiative. Trotzdem komme das Studium bei dem Studenten im vierten Semester nicht zu kurz. Neben dem Gefühl, aktiv etwas auf der Welt zu verbessern, treibe den 21-Jährigen das tolle Team an. Studierende aller Fachrichtungen mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten kämen in der Initiative zusammen.

Wegen eines bevorstehenden Auslandssemesters in Chile nähert sich Kaskes aktive Zeit bei Enactus langsam dem Ende zu. Aber ganz raus ist er nicht. Als Beirat behält er ab Juli die Projekte im Blick. Und auch für später wünscht er sich, als Sozialunternehmer zu arbeiten. cel