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Wissenschaft Die Hochschule Mannheim gehört zu den sieben Gewinnern des Wettbewerbs der Carl-Zeiss-Stiftung in der Programmlinie „Transfer“

750 000 Euro Preisgeld für ein Forschungsprojekt

Archivartikel

Preise gewinnt jeder gerne und gerade für Wissenschaftler sind sie besonders erstrebenswert. Denn sie bieten eine finanzielle Unterstützung für die eigenen Forschungsarbeiten und zeigen, dass diese auch von anderen anerkannt werden. Die Hochschule Mannheim gehört mit sechs anderen deutschen Hochschulen zu den Gewinnern in einem Wettbewerb der Carl-Zeiss-Stiftung in der Programmlinie „Transfer“.

Das Projekt, mit dem die Hochschule überzeugen konnte, wird nun, wie sie in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, für die kommenden drei Jahre mit insgesamt 750 000 Euro gefördert. Beim prämierten Projekt „Digi-FIT“ geht es laut der Hochschule darum, ein Transferzentrum für die Digitalisierung in der Gesundheitsindustrie aufzubauen. Das Transferzentrum basiert dabei auf vier Säulen. Bei der ersten geht es um „Cyber Security“, also die Sicherung von Daten vor Angriffen.

Zentrum für Digitalisierung

Zu diesem Thema besteht Carsten Hopf, dem Leiter des federführenden Messtechnik-Forschungszentrums CeMOS der Hochschule Mannheim zufolge, schon seit einiger Zeit ein Kompetenzzentrum an der Hochschule. In diesem werden unter anderem Unternehmen beraten oder Projekte durchgeführt.

Bei der zweiten baut das Transferzentrum auf ein weiteres schon bestehendes Kompetenzzentrum der Hochschule zum Thema „Virtual Engineering“ auf. Dabei geht es laut dem 51-jährigen Biochemiker um virtuelle Produktentwicklungen, wobei beispielsweise dreidimensionale Prototypen eines Produktes entwickelt werden, bevor es wirklich produziert wird. Eine weitere Säule stellt der Bereich Bild- und Signalverarbeitung dar. Dabei, erklärt Hopf, gehe es um die intelligente Datenverarbeitung von Informationen, die man durch neue Messmethoden zum Beispiel aus Geweben oder Materialien gewinnen kann und die dann bildlich dargestellt werden können. Die letzte Säule dreht sich um Anwendungen, die in der „Industrie 4.0“ hilfreich sind. Die „Industrie 4.0“ beschreibt eine hochdigitalisierte Industrie, in der die einzelnen Maschinen und Geräte digital miteinander kommunizieren können.

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert die beiden letzten Bereiche und den strukturellen Aufbau des Transferzentrums aus allen vier Teilen. Über dieses sollen dann alle Projekte der Hochschule im Bereich Digitalisierung und Industrie laufen, beschreibt Hopf. Die Fördergelder können jetzt unter anderem dafür eingesetzt werden, neue Stellen zu schaffen, durch die die Umsetzung des Projektes realisiert werden kann.

An den Forschungen in den Projekten sind neben den Professoren auch Promovierende und Studierende der Hochschule beteiligt, die sich als studentische Hilfskräfte oder im Rahmen ihre Bachelor- und Masterarbeiten engagieren.

Der Gewinn ist eine besondere Auszeichnung. „Die Förderzusage passt ausgezeichnet in die Forschungs- und Transferstrategie der Hochschule“ sagt Mathias Hafner, der als Prorektor für Forschung und Technologietransfer an der Hochschule Mannheim verantwortlich ist. Hopf freut sich: „Für die Hochschule ist das natürlich ein toller Erfolg, weil wir auf diese Weise noch mehr Zugang kriegen zu diesem großen Thema Digitalisierung“.