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Infrastruktur Land genehmigt Bauvorhaben des GESIS Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften auf dem Campus der Universität Mannheim

Einrichtung soll ab Jahresende in B 6 entstehen

Archivartikel

Nachdem das Forschungs- und Lehrgebäude der Uni Mannheim in B 6 bereits 2017 fertiggestellt wurde, habe das Ministerium für Finanzen des Landes Baden-Württemberg nun die Baufreigabe für den Neubau des GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften erteilt. Das Projekt GESIS vervollständige den innerstädtischen Campus der Universität und setze so einen prägnanten Akzent im Stadtbild, sagt die Staatssekretärin Gisela Splett. Weiter erklärt sie: „Wir haben hohe Ansprüche an die Qualität unserer Gebäude. Damit werden wir unserer Vorbildfunktion als öffentlicher Bauherr gerecht und schaffen gute Voraussetzungen für die Zukunft der Universität Mannheim.“

Die Aufgabe von GESIS sei es, die Sozialwissenschaften zu unterstützen und Antworten auf gesellschaftlich relevante Fragen zu finden. Deshalb richte sich das Angebot von GESIS an Wissenschaftler, die mit Methoden der empirischen Sozialforschung vor allem an Universitäten, aber auch an außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland und weltweit arbeiten.

Großer Schritt nach vorne

„Als größtes deutsches und international renommiertes Institut für Sozialwissenschaften ist GESIS bereits heute ein zentraler Akteur in der europäischen Forschungsdateninfrastruktur“, sagt auch die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. So mache Mannheim mit dem GESIS Projekt einen großen Schritt nach vorn, da GESIS und die sozialwissenschaftliche Fakultät zu direkten Nachbarn werden. Dadurch sieht sie eine dauerhafte, international sichtbare Struktur für wichtige Großprojekte begründet, sagt Bauer. Weiter sagt sie: „Durch den GESIS-Neubau entsteht ein sozialwissenschaftliches Leuchtturmprojekt, das die Spitzenstellung Mannheims auf diesem Gebiet sicher und weiter ausbauen wird.“ Mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst würden insgesamt rund 20 Millionen Euro in den Neubau investiert. Davon kommen rund 16 Millionen Euro vom Bund. Auf einer Nutzungsfläche von circa 4000 Quadratmeter werden neben einer Vielzahl von Büro- und Besprechungsräumen für den Wissenschaftsbetrieb auch Konferenz- und Bibliotheksflächen entstehen.

Neue Bibliotheksflächen

Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagt: „Es freut mich, dass GESIS und die Universität ihre hervorragende Zusammenarbeit bald auf einem gemeinsamen Campus fortsetzen werden. Dies ist ein großer Gewinn für die Sozialwissenschaften – wir brauchen sie mehr denn je, um gesellschaftspolitische Entwicklungen und Zusammenhänge besser zu verstehen. So wird bei GESIS deutlich, dass Bund und Länder gemeinsam in Forschung und Lehre investieren und damit auch in die Zukunft unseres wissenschaftlichen Nachwuchses“, sagt Karliczek. Ende 2018 soll mit dem Bau begonnen werden und zum Jahreswechsel 2020/21 soll dieser fertiggesellt sein.