Hochschule

Serie Studentenleben Adieu – was kommt nach der Uni?

Forscherin werden

In der Serie verraten Studierende wie Katharina Richter, die Deutsche Literatur im zweiten Mastersemester an der Berliner Humboldt-Uni studiert, ihre Zukunftspläne. Aufgewachsen ist sie auf der Vogelstang.

Frau Richter, wieso haben Sie sich für Ihr Studium entschieden?

Katharina Richter: Während des Abiturs habe ich gemerkt, dass ich vielfältig interessiert bin. Lange Zeit wollte ich zum Beispiel Meeresbiologie studieren. Am Ende wurde es Germanistik und Philosophie. Ich wollte mich an den großen Denkrichtungen abarbeiten. Das ermöglichen mir die Geisteswissenschaften. Innerhalb der Fächer kann man sich mit allem auseinandersetzen. Ob Psychologie oder Politik, all das spielt bei der Arbeit mit literarischen oder philosophischen Texten eine Rolle. Das Spannende an Texten ist ja gerade, dass in ihnen das behandelt wird, was Menschen bewegt. Im Laufe meines Bachelorstudiums habe ich gemerkt, dass ich mich auf Literaturwissenschaft spezialisieren möchte. Das studiere ich nun im Master in Berlin.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Richter: Da kann ich selbstverständlich nur erzählen, was ich hoffe. Ich möchte nach dem Master einen Doktor machen. Den habe ich in fünf Jahren hoffentlich schon. Dann hoffe ich, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer der vielen Unis durchzustarten und forschen zu können. Der Arbeitsmarkt für Wissenschaftler ist sehr hart. Das weiß ich. Ich möchte aber wenigstens versuchen, einen Fuß da hineinzubekommen. Als Plan B kann ich mir die Arbeit im Kulturbetrieb vorstellen.

Was tun Sie, um Ihre Ziele zu erreichen?

Richter: An der Uni versuche ich, neugierig und offen zu sein und mehr als das Nötige zu machen. Ich hänge mich einfach rein. Auch nebenbei arbeite ich daran, mir ein breites Wissen anzueignen. Das bedeutet viel lesen, vor allem theoretische Texte und literarische Werke. Aber nur Lesen ist nicht alles, man muss sich auch mit Gleichgesinnten darüber austauschen. Das erweitert ungemein den Horizont und man lernt, mit anderen Meinungen umzugehen und das auszuhalten. Auch ein Ortswechsel kann helfen, neue Impulse zu bekommen. Mein Bachelor in Mannheim war erfüllend. Dennoch bin ich nach Berlin für den Master.