Hochschule

Serie Studentenleben adieu – was kommt nach der Uni?

Freiheit im Gepäck

Archivartikel

In der Serie verraten junge Akademiker wie Pauline Kleinschlömer, die an der Uni Mannheim im Master Soziologie studiert, ihre Zukunftspläne.

Wieso hast du dich für dein Studium entschieden?

Pauline Kleinschlömer: Nach dem Abi standen mir alle Türen offen. Durch die vielen Möglichkeiten fiel es mir aber erst mal schwer, mich für ein Studium zu entscheiden. Während eines Auslandsaufenthalts habe ich dann gemerkt, wie unterschiedlich gesellschaftliche Strukturen sind. Das fand ich spannend, also habe ich ins Blaue angefangen, Soziologie zu studieren. Es hörte sich einfach gut an, aber was inhaltlich dahinter steckte, wusste ich letztendlich nicht. Ich hatte aber wirklich Glück, weil ich schnell merkte, dass es mir Spaß macht und zusätzlich gut liegt. Deshalb habe ich mich nach dem Bachelor auch entschieden, einen Master in genau der gleichen Fachrichtung zu machen.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Pauline: Das ist schwer zu sagen, weil ein Studiengang wie Soziologie sehr breitgefächert ist und damit eine große Entscheidungsfreiheit bei der Jobauswahl mit sich bringt. Aber eigentlich schätze ich das, weil ich so im Laufe des Studiums noch die Möglichkeit hatte, herauszufinden, was meine spezifischen Interessen sind und wo meine Stärken liegen. So musste ich das nicht bereits mit 18 nach dem Abi entscheiden. Durch Praktika weiß ich mittlerweile, dass mir der gemeinnützige Sektor und ein gewisser Forschungsbezug sehr gut gefallen. Und natürlich hoffe ich, dass ich in fünf Jahren einen Job habe, der mir Spaß macht.

Was tust du, um deine Ziele; zu erreichen?

Pauline: Ich kann mich noch an meine Einführungsveranstaltung in der ersten Woche an der Uni erinnern. Uns wurde gesagt, dass es gerade in einem so breiten Studiengang wie Soziologie sehr wichtig sei, Praktika und Studentenjobs zu machen, um sich ein Profil anzueignen. Deswegen habe ich mir zwischen Bachelor und Master ein Jahr Zeit genommen, und zwei längere Praktika gemacht. Das war eine ziemlich gute Entscheidung, weil ich so gesehen habe, was man mit meinem Studiengang beruflich alles machen kann, und den Praxisbezug gefunden habe, der mir während des Studiums gefehlt hat. Deshalb arbeite ich jetzt als Werkstudentin in einer gemeinnützigen Stiftung. mab (Bild: Kleinschlömer)