Hochschule

Soziales Hochschulgruppe Unicef veranstaltet Benefizaktion / Spendengelder werden für Polioimpfungen gesammelt

Laufen und die Welt verbessern

Archivartikel

Hobbyläufer, Sportmuffel oder Laufprofi – für ihren Benefizlauf ruft die Unicef-Hochschulgruppe alle auf. Einer der Läufer ist Sebastian Lehmann. „Ich bin letztes Jahr auch schon mitgelaufen. Da war das Angebot drumherum aber so verführerisch, dass ich nicht so viele Runden gelaufen bin“, erzählt der 20-jährige BWL-Student lachend. Der Startschuss für den diesjährigen Hochschullauf fällt am Donnerstag, 9. Mai, um 16.30 Uhr. Organisator des Events ist die Hochschulgruppe Unicef der Universität Mannheim.

Rekord im Vorjahr 22 Runden

„Das Besondere an dem Lauf ist, dass pro Runde, die der einzelne Läufer beendet, ein Betrag für einen guten Zweck gespendet wird“, erklärt Mica Sander. Er studiert im vierten Semester Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und engagiert sich als Vorstand in der Unicef-Hochschulgruppe. „Start und Ziel einer jeden Runde ist an der Mensawiese am Schloss in Mannheim. Wir haben die Runde bewusst nur 1,3 Kilometer lang gemacht, damit jeder Läufer frei variieren und flexibel über die Länge seiner Laufstrecke entscheiden kann“, erklärt der 20-Jährige. „Im vergangenen Jahr ging der Preis für die meisten gelaufenen Runden an einen Läufer mit 22 Runden. Das ist mehr als ein Halbmarathon!“, berichtet Sander weiter.

Nicht nur an der Universität Mannheim veranstalten einzelne Initiativen gerne Spendenläufe. Joggen für einen guten Zweck hat in den letzten Jahren deutschlandweit großen Zulauf erfahren. So organisiert die Leukämiehilfe Ostbayern beispielsweise im Herbst zum 20. Mal in Regensburg den Leukämielauf. Die „Aktion gegen den Hunger“ kämpft weltweit gegen Mangelernährung. Sie organisiert den „Lauf gegen den Hunger“ an Schulen und sammelt dadurch Spenden. In Berlin findet zum zehnten Mal der Life-Run der Berliner „Aids-Hilfe e.V.“ statt unter dem Motto: „Laufen – Spenden – Helfen gegen AIDS“, um nur einige der Benefizläufe zu nennen.

Kinderschutz als Hauptziel

An das Unicef-Projekt „Kein Kind soll mehr Angst vor Polio haben“ fließen nun die Spenden in Mannheim. „Hauptziel bei unseren Aktionen ist, auf Kinder aufmerksam zu machen, ihre Rechte zu schützen und Bildung für Kinder zu fördern“, erklärt Sander. Der Lauf ist eines der Hauptprojekte des Semesters für die Unicef-Hochschulgruppe. Diese ist laut Sander ein bunter Haufen mit ungefähr 40 Studierenden aus allen Fachrichtungen der umliegenden Universitäten und Fachhochschulen. Sie treffen sich an einem Abend pro Woche im Mannheimer Schloss.

Großer Zeitaufwand

Zeitaufwendig sei die Organisation eines solchen Events auf jeden Fall, räumt Sander ein. „Aber nachdem wir den Lauf dieses Jahr schon zum neunten Mal organisieren, hat sich die Organisation inzwischen eingependelt und wir wissen, was zu tun ist“, erklärt der Student. „Außerdem haben wir mit dem Institut für Sport der Mannheimer Universität einen zuverlässigen Partner und schließlich macht es auch Spaß, so eine große Veranstaltung auf die Beine zu stellen.“

Laut Aussagen der Veranstalter joggten im vergangenen Jahr mehr als 400 Läufer zusammen mehr als 4200 Runden und damit ungefähr 5500 Kilometer. Dadurch war eine Spende von insgesamt 6800 Euro möglich. „Es wäre schön, wenn wir in diesem Jahr daran anknüpfen könnten“, wünscht sich Sander. Er selbst unterstützte das Team „Partnerservice“ der Unicef-Hoschschulgruppe. „Unser Team versucht, möglichst viele Sponsoren für den Lauf zu gewinnen“, erklärt der Student. „Den größten Beitrag stellen Unternehmen,“ fasst er zusammen. Daneben haben auch Läufer die Möglichkeit, private Spender aus dem Familien- oder Freundeskreis anzugeben. Sponsoren seien nicht einfach zu finden, „aber zum Glück gibt es einige, die jedes Jahr verlässlich dabei sind“.

Einer dieser Spender ist das Alumninetzwerk „Absolventum“ der Universität Mannheim. „Der Lauf der Hochschulgruppe Unicef ist einfach eine tolle Sache, deswegen unterstützen wir diesen von Beginn an seit vielen Jahren,“ so der Geschäftsführer Christian Haas. „Wir von Absolventum beobachten es mit Begeisterung, wie sich studentische Initiativen weiterentwickeln und selbstständig große Projekte vorantreiben. Von daher läuft nicht nur ein Teil von uns selbst als Team mit, sondern wir fördern das Projekt auch gerne finanziell“, ergänzt er.

Auch Unterstützer am Start

Ebenso unterstützt die studentische Unternehmensberatung „Integra“ den Lauf und spendet. Auch einige ihrer Mitglieder haben sich als Team angemeldet. Mit am Start steht auch Lehmann: „Dieses Jahr laufe ich ein paar mehr Runden, schließlich möchte ich die Gruppenwertung anstatt nach unten zu ziehen anheben!“