Hochschule

Serie Studentenleben adieu – was kommt nach der Uni?

Master in Holland

Archivartikel

In der neuen Serie verraten junge Akademiker wie Marie-Aimeé Salopiata, die an der Universität Mannheim im achten Semester den Bachelor „Kultur und Wirtschaft“ mit den Fächern Philosophie und Volkswirtschaftslehre studiert, ihre Zukunftspläne und was sie damals bewegt hat, sich für ihren neuen Studiengang zu entscheiden. Die 22-Jährige lebt seit vier Jahren in Mannheim.

Marie-Aimeé, wieso hast du dich für dein Studium „Kultur und Wirtschaft“ entschieden?

Marie-Aimée: Ich wusste schon während des Abiturs, dass ein Ein-Fach-Studiengang für mich nicht in Frage kommt. An der Universität Mannheim werden die zwei Fächer aber leider eher parallel voneinander gelehrt, ohne Überschneidungen zu haben.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Marie-Aimée: Die nächsten zwei Jahre werde ich nicht in Mannheim und auch nicht in meinem Geburtsort Bad Schönborn verbringen, sondern in den Niederlanden. Genauer gesagt in Rotterdam, der Stadt mit Europas größtem Seehafen. Dort habe ich bereits eine Zusage für den englischsprachigen Master „Philosophy and Economics“. Der Master in Holland ist besser strukturiert, und in Rotterdam gibt es die einzige europäische Universität, die ein eigenes Institut für die Philosophie der VWL hat. Während meines Bachelors habe ich meine Schwedenaffinität nicht nur in Sprachkursen des „Studium Generale“, sondern auch durch ein Auslandssemester an der Universität Umeå ausleben können. Ein Semester im Master möchte ich gerne einmal außerhalb Europas verbringen. Vielleicht in Kanada oder in einem asiatischen Land, mal schauen. Ich habe keine Angst vor der Ungewissheit der Zukunft und lege für mich keinen Weg mit vielen vorgegebenen Haltestellen fest. Gewisse Dinge weiß ich aber schon. Ich möchte einmal Kinder haben. Wann das ist, ist erstmal nicht so wichtig – in fünf Jahren jedenfalls noch nicht. Wo ich genau in fünf Jahren stehe, weiß ich nicht, wahrscheinlich im Berufsleben. Ich kann mir gut vorstellen bei einer öffentlichen Institution, vielleicht einem Ministerium, zu arbeiten. Ob das in Berlin oder in Brüssel ist, ist mir erstmal egal. Die Tätigkeit ist wichtiger als der Ort. Was tust du, um deine Ziele zu erreichen?

Marie-Aimée: Im Sommer 2017 habe ich ein Praktikum im Umweltministerium gemacht. Momentan erkundige ich mich nach einem Praktikum bei der Weltgesundheitsorganisation in Kopenhagen. lks Bild: Salopiata