Hochschule

Partnerschaft Mannheimer Studierende erzählen von ihrem Liebesglück an der Universität

Verliebt im Schloss

Die Studienzeit: Ein Lebensabschnitt, an den sich die meisten Menschen gerne zurückerinnern. Zwischen Lerngruppen, Mensaessen und zahllosen Studentenpartys werden Freundschaften fürs Leben geschlossen – und mit etwas Glück verliebt sich der eine oder andere sogar. Pünktlich zum Valentinstag haben wir uns einmal umgehört, wie es um die Liebe unter den Mannheimer Studierenden steht. Schließlich bietet das Barockschloss eine märchenhafte Kulisse. Drei Paare erzählen von ihrer ganz persönlichen Liebesgeschichte und den schönen Nebeneffekten, die ein Studium haben kann.

Staubwischen beim ersten Date

Malin Ploder und Erik Walkling (erstes kleines Bild) sind seit Juni letzten Jahres ein Paar. Die beiden BWL-Studierenden der Universität Mannheim lernten sich durch ihr Engagement beim Mannheim Forum kennen, einem von Studierenden organisierten interdisziplinären Kongress, der jährlich angesehene Sprecher aus Politik und Wirtschaft einlädt. Erste Annäherungen gab es bei einem gemeinsamen Abendessen im Team und der anschließenden Party auf dem Schneckenhof. „Da haben wir uns dann zum ersten Mal etwas mehr unterhalten“, erzählt Malin. Erik fügt lachend hinzu „Vorher wurde das auch schon mal versucht.“ – „Und ich hab’s nicht erkannt“, gibt die 20-Jährige zu. Das Team vom Mannheim Forum jedoch schon: So spielten die gemeinsamen Freunde eines Tages Amor und sagten allesamt zum gemeinsamen Fernsehabend ab, so dass Erik und Malin am Ende nur noch zu zweit waren. Das erste offizielle Date hatte einen eher ungewöhnlichen Charakter: Die beiden trafen sich zum Putzen der Wohnungen nach der Prüfungsphase. Zum Thema Valentinstag hat der jährige-Jährige Erik eine deutliche Meinung: „Ich mag Überraschungen, und die sind an Valentinstag schwierig, weil da etwas erwartet wird und die Geste somit verloren geht.“

Lara Sophie Elisabeth Odenthal und Leonard Menge (großes Bild oben) studieren beide seit September vergangenen Jahres Wirtschaftspädagogik an der Universität Mannheim. Das Liebesglück der beiden ist noch ganz frisch, erst seit Anfang dieses Jahres nennen sie sich ein Paar. Das erste Kennenlernen fand auf einer Schneckenhofparty statt, bei der sie durch Zufall erfuhren, dass sie beide seit Jahren nur wenige Kilometer voneinander entfernt in Frankreich Urlaub machten. „Er hat mich mit ‚Salut’ begrüßt und ich habe gleich auf Französisch geantwortet“, erzählt die 21-Jährige strahlend. „Da war das Eis dann gebrochen“, fügt der 22-jährige Leonard grinsend hinzu.

Zwischen den beiden entwickelte sich zunächst eine Freundschaft. „Zur Prüfungsphase hin haben wir dann jeden Tag zusammen gelernt, ich habe ihr etwas gekocht und dann hat sich das so entwickelt“, sagt der 22-Jährige weiter. Zum ersten Kuss kam es dann an Silvester, „und ein paar Tage später habe ich sie dann gefragt, ob sie meine Freundin sein möchte.“

Auch die Liebesgeschichte von Giorgia Giacomini und Lukas Kolligs (zweites kleines Bild) beginnt im Mannheimer Schloss. Die 25-jährige Lehramtsstudentin und der 28-jährige Wirtschaftsjurist haben sich in der Universitätsbibliothek kennengelernt. Dort saß Giorgia nach einer misslungenen Klausur Trübsal blasend am Fenster, als sie zufällig mit Lukas und seinem Freund ins Gespräch kam. Was wie der Anfang eines romantischen Hollywoodfilms klingt, war bei den beiden Programm. Schnell stellten Lukas und Giorgia fest, dass sie sich über einige Ecken kannten.

„Witzigerweise habe ich Giorgia zu einer Zeit kennengelernt, als ich mich gefragt habe, was mich in Mannheim eigentlich hält, da ich zu dieser Zeit leistungsorientiert Handball spielte und wenig an der Uni war. Sie war dann erst der Grund in Mannheim richtig Fuß zu fassen“, so Lukas. Im März 2014 wurden die beiden ein Paar, drei Jahre später zogen sie zusammen. Man sieht: Auch in Zeiten von Dating-Apps erweist sich das Leben immer wieder als die beste Partnerbörse. Wer weiß schon, was der nächste Gang in die Bibliothek so bringt.