Hochschule

Serie Studentenleben Adieu – was kommt nach der Uni?

Von Chemie zu Politik

In der neuen Serie verraten junge Akademiker wie Fabio Reiht, der an der Uni Mannheim Politikwissenschaft studiert, ihre Zukunftspläne und was sie damals bewegt hat, sich für ihren Studiengang einzuschreiben.

Fabio, wieso hast du dich für dein Studium entschieden?

Fabio: Früher in der Schule wollte ich eigentlich immer Chemie studieren. Als mir Chemie in der Oberstufe keinen Spaß mehr gemacht hat, habe ich kurzerhand vom Leistungskurs Chemie auf Politik gewechselt, weil ich in Politik eigentlich auch immer ganz gut war. Weil mein Lehrer in seinen Klausuren immer Texte aus dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ dran gebracht hat, habe ich angefangen den Spiegel wöchentlich zu lesen. So habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir Politik macht und so fiel meine Studienwahl dann relativ schnell auf Politikwissenschaft.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Fabio: Das ist schwer zu sagen. Wenn man Lehramt oder Jura studiert, weiß man sofort wohin die Reise geht. Mit meinem Studium kann ich in unendlich vielen verschiedenen Organisationen, Think Tanks, Nichtregierungsorganisationen oder als Berater arbeiten. Deshalb weiß ich jetzt noch nicht genau, wo ich in fünf Jahren stehe. Die Richtung lässt sich allerdings schon eingrenzen: Da ich mich sehr für die Außen- und Sicherheitspolitik interessiere, würde ich thematisch auf jeden Fall gerne in diese Richtung. Deshalb strebe ich einen Master in Richtung Internationale Beziehungen und Völkerrecht an, der zur Hälfte aus Politik- und Rechtswissenschaften besteht. Was ich aber sicher weiß, ist, dass ich nicht aktiv als Politiker tätig sein möchte – mich interessiert die Analyseperspektive auf politische Ereignisse viel mehr. Wahrscheinlich werde ich anfangs erst einmal zwischen verschiedenen Jobs hin und her pendeln, um herauszufinden, was am besten zu mir passt.

Was tust du dafür, um deine Ziele zu erreichen?

Fabio: Das Wichtigste für mich ist, dass ich sehr viel zu den Themen lese, die mich interessieren. Denn umso mehr ich lese, desto besser kenne ich mich aus. Weil mich die Nahostregion interessiert, lerne ich etwa Arabisch. Ich orientiere mich dabei aber immer an meinen Interessen und versuche deshalb so viel wie möglich mitzunehmen und zu lernen, da ich noch nicht genau weiß, was ich später machen werde. din