Hochschule

Forschung Preis für innovativen Bioreaktor verliehen

Von der Idee zum Start-up

Mannheim.Die Idee für einen mitwachsenden Bioreaktor hatte Valentin Kramer, Absolvent der Hochschule Mannheim, schon während seines Masterstudiums der Bioverfahrenstechnik. Mit Baumarktmaterialien und handelsüblichen Kondomen bastelte Kramer an der Umsetzung. Zusammen mit seinen Teamkollegen Frederik Gertz, Masterstudent für Biotechnologie der Hochschule Mannheim, und Mentorin Karin Arregui, nahm seine Idee in Form des Start-up-Unternehmens „AUCTEQ Biosystems“ Gestalt an.

In der Forschung werden Bioreaktoren für die Erprobung neuer Medikamente in der Krebstherapie benötigt. In Bioreaktoren werden hierfür Zellkulturen in aufwendigen Einzelschritten hergestellt. Kommt es hierbei zur Verunreinigung, muss der Prozess wiederholt werden. Der mitwachsende Bioreaktor des 25- jährigen Gründers hebt sich insofern von anderen Bioreaktoren ab, als dass die Herstellung effizienter ist, da viele manuelle Arbeitsschritte wegfallen. Gleichzeitig senkt der ausdehnbare Bioreaktor das Risiko der Verunreinigung.

Das überzeugte die Juroren des Arbeitskreises der Bio-Regionen in Deutschland, weshalb sie den Innovationspreis 2018 an das Team verliehen. Mit diesem Preis werden jedes Jahr drei Forschungsprojekte in den Bereichen Biotechnologie und Lebenwissenschaften ausgezeichnet.

Valentin Kramer und sein Team haben dabei gar nicht mit dem Sieg gerechnet. Für ihn stehe der Gewinn auch nicht an erster Stelle. „Viel wertvoller sind die Kontakte, die wir knüpfen konnten und das Feedback, das wir erhalten haben“, so der Gewinner. Trotzdem freue er sich besonders über die Bemerkung einer Jurorin, dass die Entscheidung einstimmig auf den mitwachsenden Bioreaktor gefallen sei. „Ein besseres Gefühl gibt es nicht“, sagt Valentin Kramer. Trotzdem möchte sich das Gründerteam nicht auf dem Gewinn ausruhen und plant deshalb, das Preisgeld von 2000 Euro in die Weiterentwicklung und Verbesserung des Prototypen zu investieren.