Hochschule

Serie Der Unbekannte neben uns auf dem Campus

Weihnachten im Anmarsch

Beim Anblick des grünen Fuchs-Pullis und dem roten Schal kommen auch schon Mitte November Weihnachtsgefühle auf. Für den Träger steht bis zu den Festtagen noch einiges an: Maximilian Reisch schreibt gerade an seiner Masterarbeit und verbringt deshalb den größten Teil des Tages in der Uni-Bibliothek A3. Parallel bereitet er sich auf den CFA-Test vor, ein Finanzzertifikat, mit dem er ab Januar seinen Job bei der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsicht in Paris antreten kann. All das ist mit viel Arbeit verbunden - für eine kurze Kaffeepause ist trotzdem Zeit.

Der 27-Jährige kommt aus der Nähe von Ulm und studiert den Mannheim Master in Management. Der BWL-Student kann bereits auf sieben Jahre in der Quadratestadt zurückblicken. In A3 sitzt er schon genauso lang: "Ich habe hier quasi schon mein Shampoo stehen."

In den sieben Jahren hat es ihn oft in die Ferne gezogen. "Ich habe im Bachelor ein Semester in Barcelona verbracht und danach ein Auslandspraktikum bei der Deutschen Botschaft in Buenos Aires gemacht. Im Master bin ich dann nach Mailand fürs Auslandssemester und habe anschließend ein Praktikum in Mexiko gemacht." Die Liebe zum Reisen steht ihm ins Gesicht geschrieben und begann während der Schulzeit in Brasilien und Argentinien. "Das hat mir so gut gefallen, dass ich dann danach immer ein bisschen Fernweh hatte."

Trotz all dem erlebten südländischen Charme ist Mannheim für den gebürtigen Schwaben der Ort, an dem er sich am wohlsten fühlt. "Egal, ob man in Paris oder in Buenos Aires ist, man verliert irgendwann den Bezug dazu, dass es eine schöne Gegend ist. Am Ende sind immer die Menschen wichtig und die sind in Mannheim am besten."

Jetzt geht es bald wieder ins Ausland, das seine vielfältigen Spuren hinterlassen hat: Reisch spricht Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Sein Schwäbisch sei auch ziemlich gut. Das wird er wahrscheinlich spätestens an Weihnachten wieder gebrauchen, genau wie den grünen Fuchs-Pulli. (mjk)