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Zwei Buwe, ein Bistro

Archivartikel

Es muss ein interessanter Abend gewesen sein, als Boris und Uwe sich den Namen ihres neuen Unternehmens ausdachten. Vielleicht war auch ein Aperitif im Spiel? Die beiden langjährigen Freunde, die sich schon seit dem Abitur kennen, wählten den Namen „Buwe“. „Eine Mischung aus Boris und Uwe ist das“, erzählt Boris Antic und grinst. Er sitzt in einem sonnigen Backstein-Innenhof und blinzelt der Sonne entgegen. Genauer gesagt befindet er sich im Cornelienhof mitten in Neckarau. Und genau dieser ist das neue Projekt, das er mit seinem Kumpel Uwe Gensheimer, Mannheimer Sportstar und  Kapitän der Handball-Nationalmannschaft, auf die Beine gestellt hat.

Aus Alt mach Neu

Als neuer Mieter hat die „Buwe GmbH“ den fast verwunschen wirkenden Ort in ein Bistro verwandelt. Der Name „Cornelienhof“ des Vorpächters bleibt – nach dem Motto: Alter Name, neues Konzept. Das neue Projekt ist eine Wohnzimmerbar, in der man mit Freunden gemütlich drinnen oder draußen sitzen kann. „Wie zuhause soll es hier sein, einfach locker“, beschreibt Boris.

„Als ich überlegt habe, mit wem ich ein cooles Gastro-Projekt machen könnte, wusste ich eigentlich sofort, dass ich Uwe frage“, sagt Boris. Denn der hätte immer Lust auf Neues und sei als verlässlicher Partner mit im Boot; coole Ideen inklusive. Die beiden gebürtigen Mannheimer haben das Gründen im Blut. So hat Uwe schon ein Start-up aufgebaut, welches Socken und stylische Unterwäsche verkauft. Boris hingegen führt in der Region bereits erfolgreich mehrere Restaurants, wie zum Beispiel die „Bokeria“ oder die „Heimat“ in Mannheim.

Inspiriert von Paris

„Wir sind 'ne unkonventionelle Aperitivo-Bar. Im Sommer nach Feierabend draußen im Hof sitzen. Gin Tonic, Mittagessen, bei `nem Kaffee quatschen. Alles möglich“, so der 30-Jährige. „Es gibt bei uns keine feste Speisekarte“, sagt Uwe. Auf die hungrigen Gäste wartet ein Mittagstisch, der spontan zubereitet wird. „Der Koch schaut, was die Saison zu bieten hat und kreiert ein frisches Menü.“ An der großen Tafel inmitten des Bistros können die Besucher sehen, was es gibt. Das minimalistische Motto der Bar lautet „Wenige Produkte, aber eben in geil!“, fasst Boris zusammen.

Weniger minimalistisch sondern eher romantisch ist dagegen die Location. „Wir wollten Hof und Gebäudeeinrichtung heimelig gestalten“, beschreibt Uwe. Ein Platz für alle Neckarauer soll der wieder eröffnete Cornelienhof sein. Ein bisschen Pariser Bistro-Flair ist auch dabei, eng bestuhlt und mit Hinterhofcharme. „Dazu hat mich meine Zeit in Paris definitiv inspiriert“, sagt Uwe, der während seiner Handballkarriere beim französischen Club Paris Saint-Germain aktiv war.

Hölzerner Parkettboden, große Fenster und zwei flache Etagen machen den Ort aus. Rau, aber doch romantisch. An der Wand verläuft eine große Sitzbank durch den ganzen Raum. Oben gibt es eine Lounge und eine große Barzeile. Früher war das Gebäude ein Pferdestall, erzählt Boris. Dort wo heute die Gäste unter den Bäumen im gepflasterten Innenhof draußen sitzen, wurden früher die Kutschen angespannt. Die Eigentümerin des Gebäudes sei, so berichtet Boris, sehr froh über das neue Leben im Cornelienhof.