Ilvesheim

Ilvesheim AK Radverkehr verbindet Klima-Bündnis-Kampagne Stadtradeln mit Aktion auf dem Chécy-Platz

1,50 Meter Abstand beim Überholen

Archivartikel

Erstmals beteiligte sich die Inselgemeinde an der Klima-Bündnis-Kampagne Stadtradeln. Ziel der Kampagne ist es möglichst viele Menschen zum Radfahren zu motivieren, um dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Arbeitskreis (AK) Radverkehr Ilvesheim verband die Kampagne mit der Aktion „Anderthalb Meter Seitenabstand beim Überholen von Radfahrern“. Der AK Radverkehr lud mit der Unterstützung von VCD (Verkehrsclub Deutschland), ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), CDU und Bündnis90/Die Grünen auf den Chécy-Platz zum Informieren und Diskutieren ein.

Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz begrüßte Radler sowie die Beteiligten der Veranstaltung. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich mit dem Bau der Neckarbrücke auch die Verkehrssituation der Radfahrer insbesondere auf der Schlossstraße verbessere. Er wies auch auf die interkommunale Abschlussradtour für alle Teilnehmer hin.

Polizei dabei

Beim Aktionstag auf dem Chécy-Platz war auch Polizeikommissar Knut Berends mit seinem sechsköpfigen Team dabei, das Autofahrer beim Überholen von Radfahrern mit einem unzureichenden Sicherheitsabstand zu einem verkehrserziehenden Gespräch an Kontrollstellen „einlud“. Knut Berends ließ wissen, dass die Polizei solche Aktionen gerne unterstützt, da die Gefahr eines zu geringen Mindestabstands oft unterschätzt wird. Auch stand das Polizeiteam für Fragen zur Verkehrssicherheit für Radfahrer zur Verfügung.

Weiterhin war eine kleine Radwerkstatt, betrieben von Mitgliedern des AK Integration, auf dem Chécy-Platz zu finden. Der Aktions-Zeitraum zum Kilometer-Sammeln dauerte vom 18. Mai bis gestern. Mitmachen konnten Einzelpersonen ebenso wie größere Gruppen (beispielsweise Vereine), die in der Gemeinde Ilvesheim wohnen, arbeiten oder eine Schule besuchen. Es ging darum, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen und somit Kilometer für die Gemeinde Ilvesheim und das eigene Team zu erradeln. Der Wettbewerbsgedanke und sportliche Einzelleistungenstanden dabei jedoch nicht im Vordergrund, sondern Klimaschutz, Radförderung und letztlich auch Lebensqualität.

Margarete Zitzelsberger zeigte sich erfreut: „Sechs sehr aktive Teams beteiligen sich und insgesamt treten über 90 Mitbürger in die Pedale. Bisher wurden über 13000 km zurückgelegt (Stand Mittwoch, 5. Juni) und fast 1900Kilogramm CO2 vermieden“. Eifrige Mitradler fuhren auf der Schlossstraße und später auf der Feudenheimer Straße als Tester. Recht schnell war zu erkennen, ein Überholen von Radfahrern mit ausreichendem Seitenabstand ist schwerlich möglich.

Mehr Interessenten gewünscht

Friederike Mauler vom AK Radverkehr Ilvesheim: „Es ist deshalb durchaus verständlich, dass Radfahrer den Gehweg an der Schlossstraße nutzen“. Auch der aufgezeichnete Radschutzstreifen auf der Feudenheimer Straße trage nicht zu einer größeren Sicherheit bei. Die Autofahrer orientieren sich an der gestrichelten Linie, die hat jedoch nichts mit dem Überholvorgang und dem einzuhaltenden Sicherheitsabstand zu tun, ließ Friederike Mauler weiter wissen. Insgesamt hätten sich die Veranstalter noch mehr Interessenten gewünscht, dies dürfte jedoch auch den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet sein.

Johann Kronauer, einer der Besucher, ließ sich jedoch seine „ehrlichen“ 396 Kilometer nachtragen, wie er versicherte und erhöhte somit die Gesamtleistung weiter. Der Veranstalter und seine Unterstützer hatten auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt und zeigten sich auch nach rund zwei Stunden beim Abschlussgespräch mit der Polizei und mit der gemeinschaftlichen Aktion insgesamt zufrieden.