Ilvesheim

Ilvesheim Basar des Vereins Straßenkatzen im Bürgerhaus „Hirsch“ / Schnäppchenjäger freuen sich auch über tolles Kuchenbuffet

20 junge Tiere warten auf neues Zuhause

In Deutschland leben ungefähr zwei Millionen freilebende Katzen, und dabei sind die Freigänger, also Katzen, die ein Zuhause haben, aber in der Natur herumstreunen, nicht eingerechnet. Oft ist es menschliche Gedankenlosigkeit oder falsch verstandene Tierliebe, die die Zahl der verwilderten Katen in die Höhe treibt. Der Verein Straßenkatzen hat es sich zur Aufgabe gemacht, eben diesen Katzen zu helfen, sie medizinisch zu versorgen und möglichst auch in gute Hände zu vermitteln.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Kastrationsarbeit, da nur auf diese Art und Weise die Katzenpopulationen in Grenzen gehalten werden können. Es versteht sich von selbst, dass diese Herausforderungen nicht kostenlos sind. Aus diesem Grund hatte der Verein Straßenkatzen, der nächstes Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert, zu einem Basar in das Bürgerhaus Hirsch eingeladen.

Breites Warenspektrum

Es wurde ein buntes Spektrum an Waren angeboten, und trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen viele Schnäppchenjäger. Die Vereinsmitglieder hatten zudem ein köstliches Kuchenbüffet aufgebaut. Vorstandsmitglied Hellen Kühner freute sich nicht nur über den Besucherandrang, sondern auch über eine 500-Euro- Spende der Firma Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen. Marion Frey, die Überbringerin der Spende, hatte sich für die Spende zugunsten der Straßenkatzen bei ihrem Arbeitgeber eingesetzt.

„Ich finde es wichtig, dass nicht nur Kindergärten oder Sportvereine bedacht werden, sondern dass auch Tieren geholfen wird“ äußerte sie sich. Und Hilfe ist dringend nötig. Alleine weil es keine bundesweite Kastrationsverordnung gibt, können sich die Katzen ungehindert vermehren.

Währenddessen gab Hellen Kühner einen Einblick in die Vereinsarbeit. Oft wird der Verein von Menschen angerufen, die kränkliche oder abgemagerte Katzen auf Friedhöfen, in Weinbergen oder Kleingartenanlagen beobachten. Diese Katzen müssen dann eingefangen, medizinisch untersucht und versorgt werden. Da wildlebende Katzen in aller Regel sehr scheu sind, ist hier viel Geduld gefragt.

Bis die Katzen soweit sind, dass sie vermittelt werden können, leben sie in privaten Pflegestellen. Der Bedarf an eben diesen Pflegestellen steigt ständig.

Wer gerne einmal vorübergehend eine Katze bei sich aufnehmen möchte, kann sich an den Verein Straßenkatzen unter der Telefonnummer 06221/78 09 10 wenden. Gleichzeitig machte Hellen Kühner darauf aufmerksam, dass noch ungefähr zwanzig Jungtiere auf ein neues Zuhause warten.

Der Verein steht auch hier mit Rat und Tat zur Seite, wenn es beispielsweise um die Frage geht, ob eine Katze eher in der Wohnung gehalten werden soll, oder ob eine Freiganghaltung die bessere Wahl wäre.