Ilvesheim

Ilvesheim Gemeinderat vergibt Arbeiten für Goethestraße, Rathaus und Lüftung in der Schule

Ab Oktober wird gebuddelt

Archivartikel

Der Gemeinderat Ilvesheim hat in seiner jüngsten Sitzung mit Mehrheit für die Sanierung der Goethestraße gestimmt und die Arbeiten vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Carsten Grimmig aus Heidelberg. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Wie Bürgermeister Andreas Metz informierte, sei das Projekt schon länger geplant.

Die Arbeiten wurden mehrfach verschoben, da die Randbedingungen dies nicht zuließen, so Metz. Einst stand eine Straßenbahntrasse im Raum, dann konnten aufgrund der Erschließung des Neubaugebiets Mahrgrund II sowie der Sanierung der Kanalbrücke keine Arbeiten ausgeführt werden. Zudem kamen noch der Bau der Kindertagesstätte „Zauberlehrling“ sowie des Seniorenheims „Regine-Kaufmann-Haus“ hinzu.

Ab Oktober sollen die Bagger rollen. Es ist mit einer Bauzeit von 14 Monaten zu rechnen, gab Bauamtschef Pascal Tholé zur Auskunft. Es soll demnächst eine Infoveranstaltung für Anwohner stattfinden. Dabei werden die Bürger erfahren, dass die schadhafte Kanalisation dringend saniert werden muss. Für dieses Jahr, so Metz, stehen ausreichende Haushaltsmittel zur Verfügung. Die Tiefbauarbeiten verteilen sich überwiegend auf drei Gewerke. Hierzu zählen der Abwasserkanal, die Frischwasser- und die Gasleitung. „Aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse muss ein komplett neuer Aufbau erfolgen, das Aushubmaterial ist nicht zur Wiederverfüllung geeignet“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Zuletzt werde die Straßendecke einschließlich der Gehwege erneuert. Der geplante Radschnellweg Mannheim-Heidelberg, der auch durch Ilvesheim führt, bewegte die Gemeinderäte. „Kollidiert das“?, wollte Felix Scheffer (Grüne) wissen. „Nicht dass in zwei Jahren die Oberfläche wegen des Radweges aufgerissen werden muss“, äußerte der Grünen-Rat seine Bedenken. „Wir haben das sehr wohl auf dem Schirm“, antwortete Bürgermeister Metz. Für die Oberfläche hätte man noch ein Jahr Zeit, so Metz. „Alle Kosten, die mit dem Radschnellweg entstehen, übernimmt das Land“, berichtete Metz von entsprechenden Zusagen.

Auch Rolf Sauer (SPD) bewegte die Thematik. Er wollte ausgeschlossen wissen, dass die Gemeinde während der Bauphase wegen des Radschnellwegs umplanen müsse. Denn das würde zusätzliche Kosten bedeuten, so Sauer. Ralf Kohl (CDU) regte an, einen Ansprechpartner für das Projekt zu benennen.

Neue Fassade

Auch die Fassadensanierung des Rathauses erhielt die Zustimmung der Räte. Für knapp 61 000 Euro wird die Firma Güler aus Wörth die Arbeiten ausführen. Es soll „verhindert werden, dass durch die unterlassenen Sanierungsarbeiten Schäden auftreten und der Aufwand sich dadurch weiter erhöht“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Die Balkonsanierung war vorgezogen worden. Für die Unterhaltung des Rathauses sind im Haushalt 2019 insgesamt 190 000 Euro eingestellt. Somit stehen ausreichend Mittel zur Verfügung, heißt es von Seiten der Verwaltung. Nach der Kerwe (23. bis 26. August) sollen die Arbeiten starten.

Geld wird auch für die Friedrich-Ebert-Schule ausgegeben. Für knapp 63 000 Euro wird die Lüftungsanlage saniert. neu