Ilvesheim

Ilvesheim CDU hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 26. Mai gewählt / Acht Frauen unter den 18 Bewerbern auf der Liste

Alle fünf Gemeinderäte treten wieder an

Die CDU Ilvesheim hat als erste Partei der Gemeinde ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 26. Mai präsentiert. Die verbundene Einzelwahl sorgte in geheimer Abstimmung am Dienstagabend in der „Krone“ für ein rasches Ergebnis. Jeder der 18 Bewerber erhielt die volle Stimmenzahl. Versammlungsleiter Eric Henn wertete die einstimmige Wahl als gutes Omen. Der ehemalige Gemeinderat sah die CDU mit der „ganz tollen Kommunalwahlliste bestens aufgestellt“. Zuvor hatte die neue CDU-Vorsitzende Sandra Bühler die Kandidaten begrüßt und die erforderlichen Regularien eingeleitet.

Aktuell zählt die CDU-Fraktion fünf Gemeinderatsmitglieder. Das Quintett tritt erneut an und teilt unter sich die ersten fünf Listenplätze auf. Auf Platz 1 steht Katharina Kohlbrenner, gefolgt von Barbara Hefner, Ralf Kohl, Georg Sommer und Dominik Dieter. Auf Platz 6 steht die CDU-Vorsitzende Sandra Bühler.

Acht der 18 Bewerber sind weiblich. Den Frauenanteil von 45 Prozent hob Katharina Kohlbrenner lobend hervor. Zudem hatte die Fraktionssprecherin ein Durchschnittsalter von 43 Jahren errechnet. Mit den unterschiedlichen Berufen und dem Engagement der Bewerber in den verschiedensten Vereinen bilde man das ganze Spektrum in der Bürgerschaft ab, führte Kohlbrenner fort.

Jüngster Kandidat ist 19 Jahre

Als jüngster Kandidat tritt mit 19 Jahren Student Xaver Kohlbrenner an. Der Sohn von Katharina Kohlbrenner steht auf Platz 8. Noch jünger sind die Ersatzbewerber. Leopold Kohlbrenner, ein weiterer Sohn der Fraktionschefin, und Luc Tholé zählen jeweils 18 Lenze. Ältester Kandidat ist Gerd Wawra mit 64 Jahren. Der Diplom-Ingenieur – seit kurzem im Ruhestand – steht auf Platz 18.

Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit zählt die CDU-Fraktion auf jeden Fall die Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Laut Katharina Kohlbrenner sei das Ziel ihrer Fraktion das gesunde Wirtschaften, um Handlungsspielräume zu erhalten. In diese Maßgabe passe ein Kombibad nicht mehr rein, begründete die Sprecherin die Absage an das Projekt. Als die CDU noch hinter dem Bad stand, hatte die Kommune 14 Millionen Euro in der Rücklage und der Bau kam auf zehn Millionen Euro. Als die Kosten fürs Kombibad auf 15 Millionen Euro gestiegen waren und zudem ein Defizit im Haushalt konstatiert werden musste, sei für die CDU der Zeitpunkt gekommen, aus dem Projekt auszusteigen, argumentierte Kohlbrenner.

Bestätigt fühlte sich die CDU, so Kohlbrenner, durch das Kommunalrechtsamt, das der Kommune den Kredit für das Kombibad verweigerte. Sparen sei weiterhin angesagt. Deshalb habe die CDU, so die Fraktionschefin, strukturelle Einsparungen von jährlich 200 000 Euro reklamiert. Auch Radwegen gilt die Aufmerksamkeit der Christdemokraten. Die Beteiligung von jungen Menschen in der Politik soll vorangetrieben werden, ebenso wie die Digitalisierung, nannte Kohlbrenner weitere Themen. „Ich hoffe auf die digitale Ratsarbeit“, so die Rätin.