Ilvesheim

Ilvesheim Teilnehmer des 52. Blumenschmuck-Wettbewerbs von Obst- und Gartenbauverein und Gemeinde ausgezeichnet

Anerkennung für Gärtner und Paten

Hobbygärtner und Baumpaten fanden jetzt wieder offiziell Anerkennung. Ihr Engagement wurde vom Obst- und Gartenbauverein und der Gemeinde Ilvesheim im Aurelia-Sängerheim gewürdigt. Der Verein sowie die Kommune organisieren den jährlichen Blumenschmuck-Wettbewerb. Zu dieser Aktion, die das Ortsbild verschönert, zählt auch die Ehrung von Preisträgern.

Aufgewertet wurde die Veranstaltung durch die musikalischen Beiträge von Olga, Maxim und Daniel Schlecht von der Musikschule Ilvesheim. Das Trio verzauberte mit Stücken auf dem Klavier und mit dem Saxofon. Zudem präsentierte Rainer Koch (LVG Heidelberg) in lockerer Weise neue Blumenvarianten in Wort und Bild. Im Namen der Gemeinde würdigte der stellvertretende Bürgermeister Günter Tschitschke den Einsatz der Preisträger und Baumpaten. „Die heutige Ehrung der Teilnehmer beschließt den 52. Blumenschuck-Wettbewerb in unserer Gemeinde“, kündigte Dieter Bühler, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Ilvesheim, die Auszeichnungen an. Erneut haben sich, so Bühler, Bürger mit dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“ identifiziert und ihre Vorgärten, Balkone oder Blumenfenster mit viel Mühe und großem Arbeitseinsatz auf Hochglanz gebracht.

Beteiligung verbessert

Die Beteiligung fiel in diesem Jahr etwas besser aus als im vergangenen. 37 Vorgärten, Blumenfenster und Balkone konnte das Bewertungsteam inspizieren. Den OGV-Vorsitzenden bewegte aber auch das Insektensterben. Er zeigte verheerende Folgen auf, die der Tod von Biene und Co. bewirkten. So stellte er die Thesen auf, dass man ohne Insekten blind werde oder man kein sauberes Trinkwasser habe. Er begründete die Thesen auch. Viele der Kulturpflanzen, die Vitamin A, C und E sowie Kalzium und Eisen produzieren, wachsen nur, wenn sie von Insekten bestäubt würden.

Vitamin A sei dabei nicht nur für die Entwicklung der Augen und das Sehen an sich verantwortlich, sondern auch für andere lebenwichtige Funktionen des Körpers, wie zum Beispiel die Entwicklung des Nervensystems, die Bildung der roten Blutkörperchen und den Eiweißstoffwechsel. Ein Mangel verursache unter anderem Infektionsanfälligkeit, Nachtblindheit und verringertes Sehvermögen, führte Dieter Bühler aus. Auch würden Insekten und Insektenlarven dafür sorgen, dass das Trinkwasser sauber bleibe. Sie speichern wichtige Nährstoffe wie Stickstoff oder Phosphat im Boden, die das Grundwasser sonst verschmutzen würde. Insekten seien auch verantwortlich für die Bestäubung von Obst- und Gemüsepflanzen. Ohne Bestäubung würde die Entermenge, so Bühler, um bis zu 90 Prozent einbrechen.

Fleißig wie die Bienen waren viele Ilvesheimer Hobbygärtner, mussten sie doch in diesem trockenen Sommer Überstunden beim Gießen einlegen. Zum Dank wurden sie ausgezeichnet. Die 14 Sonderpreisträger erhielten zusätzlich einen Gutschein für einen Blumenladen. Insgesamt 15 Baumpaten zählt die Kommune. Zur Ehrung waren allerdings nur zwei gekommen. zg/neu