Ilvesheim

Ilvesheim Maifeier der SPD Ortsgruppe vor dem Fischerhäusel

Anstehende Wahlen bestimmen die Agenda

Archivartikel

Die diesjährige Maifeier der SPD Ortsgruppe Ilvesheim vor dem Fischerhäusel am Festplatz stand gestern ganz im Zeichen der anstehenden Wahlen: Die Europa- aber gerade auch die Kommunalwahl sei für die Genossen besonders wichtig, so der Tenor. Deshalb stellte Moderator Dieter Bühler gleich zu Beginn sich selbst und die anderen 17 Kandidaten der SPD-Liste für die Kommunalwahl vor.

Als Gastredner hatte die Ilvesheimer SPD den Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck sowie die Europa-Kandidatin des Rhein-Neckar-Kreises Dominique Odar eingeladen, die für die Wahl dieser, in ihrer Wichtigkeit und Macht oft unterschätzten, Institutionen warben.

Kreistag kann etwas bewegen

So stellte Kreistagskandidat Thorsten Walther wesentliche Aufgaben heraus, für die der Kreistag zuständig ist, ohne dessen Unterstützung mehrere kommunale Bereiche unterversorgt bleiben. Ein Punkt hier sei die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.

Gerade Schüler profitierten von Bussen, die nicht andauernd ausfielen oder überfüllt seien. Ebenso seien aber auch die älteren Generationen von den Beschlüssen im Kreistag betroffen, etwa wenn Abgeordnete die Streckenführung oder den Fahrplan veränderten. Zudem sei es Aufgabe des Kreises, in den Gemeinden Impulse zu setzen, aber auch Pflichtaufgaben in der Jugend- und Schulpolitik zu lösen.

In Sachen Europa verwies der Landtagsabgeordnete Kleinböck auf einen Zeitraum von 70 Jahren, in denen in Europa Frieden herrsche. Um Werte wie Frieden, Freiheit und Wohlstand für alle weiter verfolgen zu können, müsse die Europapolitik weiter in den Fokus gestellt werden. Deshalb warb der Landtagsabgeordnete dafür, sich sowohl an den Kommunalwahlen als auch an der Europawahl zu beteiligen.

Auch die Europakandidatin Dominique Odar rief natürlich zur Beteiligung an der Europawahl auf, stellte aber gleichzeitig klar, dass diese mit den Wahlen auf kommunaler Ebene einiges gemein habe: Auch im Kreistag gehe es darum, Nachbarschaft zu gestalten, zueinander zu finden, Kompromisse zu schließen und einander kennenzulernen. Nur eben in einem etwas kleineren Rahmen als in Brüssel.

Das machten die beiden Politiker den Besuchern auch im direkten Gespräch klar: An den Tischen sprachen sie mit den rund 70 Besuchern über Anliegen und Wünsche an die Politik. dithu