Ilvesheim

Ilvesheim Ferienkinder lernen Leben bei Hofe kennen

Ausflug ins Rokoko

Die Ferienspiel-Aktion in Ilvesheim ist mit einer besonderen Veranstaltung zu Ende gegangen: Die Heinrich-Vetter-Stiftung hatte ins Schwetzinger Schloss eingeladen. Aus organisatorischen Gründen konnten nur 25 Grundschulkinder mit, doch Organisatorin Antje Geiter von der Heinrich-Vetter-Stiftung hatte noch eine zweite Zahl parat: „Wir hätten 50 Kinder mitnehmen können.“ Immerhin, so Geiter, gibt es Überlegungen, das Programm noch einmal anzubieten.

Für die 25 glücklichen Kinder ging es mit dem Bus nach Schwetzingen. Dort übernahm Patricia die Schlossführung. Eine nicht leichte Aufgabe, den Kindern das Leben bei Hofe näherzubringen und Begriffe wir Absolutismus zu erklären. Aber, das gelang ihr ganz leicht: „Wie kam Merkel an die Macht?“, wollte sie wissen. Die wurde gewählt, während die Könige und Kurfürsten ihren Titel vererbten. Und dennoch, das Leben war hart am Hofe, vom frühen Aufstehen und magerer Brotsuppe berichtete sie, von der Pest und von gesundem Stuhlgang, von Verhaltensregeln der Dienerschaft und von Geheimgängen im Schloss.

Nach der Theorie folgte die Praxis: Die Kinder wurden in Rokoko-Kostüme gesteckt und durften einen Tanz einstudieren. Der Gedanke, mit einem Mädchen jetzt tanzen zu müssen, löste bei so manchem Jungen aber andere Gefühle aus: „Ich hätte jetzt gerne die Pest“, sagte einer ganz zeitgemäß. Doch am Ende tanzten Jungs und Mädchen artig Hand in Hand und wussten, was choreographisch eine Große Reverance bedeutet.

So manches Mädchen konnte sich nur schwer von ihrem Rokoko-Kleidchen trennen. Austoben konnten sich alle auf dem Schwetzinger „alla-hopp!-Anlage“. Wie gut das Programm der Heinrich-Vetter-Stiftung bei den Kindern ankam, zeigten die Antworten dreier Kinder auf die Frage, was ihnen am besten gefallen hatte: „Das Essen“, sagte die eine, „den Spielplatz“ die zweite, und für das dritte Kind waren es eindeutig die Kleider im Schloss. dle