Ilvesheim

Ilvesheim In den Räumen des Gesangvereins Aurelia werden Bilder von Sängerinnen und Sängern gezeigt / Veranstaltungsleiter plant Kleinkunst und anderes

Belebung für das oft leerstehende Vereinsheim

Archivartikel

„Es ist etwas anderes als nur Singsang“, sagte Veranstaltungsleiter Roland Gerth zur Begrüßung. Er bezog das einmal auf die Gemäldeausstellung, die am Wochenende im Vereinsheim des Gesangsvereines Aurelia gezeigt wurde, aber insbesondere auch auf sein neues Konzept: „Wir wollen noch andere Kultur ins Sängerheim bringen. Die Gemäldeausstellung ist nur der Anfang.“ Gerth meinte „Kleinkunst und anderen Veranstaltungen“, die in Zukunft das meist leerstehende Vereinsheim neu beleben sollen.

Vortrag mit Charly Graf geplant

„Ob mir das gelingt, ist noch in der Schwebe“, drückte er sich vorsichtig aus. Er arbeite jedenfalls bereits an konkreten Plänen, erklärte er: Einen Vortrag mit der Mannheimer Boxlegende Charly Graf habe er in Planung.

Die „ist der Anfang“, quasi die erste Veranstaltung unter seiner Regie im neuen Kulturzentrum Aurelia. Und das war am Wochenende kaum wieder zu erkennen: Die Gemälde hingen nicht an der Wand, wie es der Besucher normalerweise erwartet hat, sie wurden auf Tischen präsentiert: „Das war eine Herausforderung“, wie die Ausstellerin und Mitorganisatorin Elke Scherer sagte.

Mit ihr hatte alles begonnen, als sie Roland Gerth seinerzeit Fotos ihrer Arbeiten auf dem Handy zeigte. „Die haben mich begeistert“, so Gerths erste Reaktion damals. Jedoch schränkte er ein, dass er mit ihren Gemälden alleine nicht viel anfangen könne, er bräuchte mehr Aussteller, um die Aurelia zu füllen.

Aber das war eine leichte Aufgabe, da es an Sängern und insbesondere an Sängerinnen nicht mehr mangelt, seit die Mitglieder der Flora Käfertal nunmehr in Ilvesheim mitsingen.

Und darunter sind zahlreiche Hobbymaler, die sich über eine gemeinsame Gemäldeausstellung freuten: Dieter Brodkorb, Ruth Frank, Margarethe Hofmann-Bsirske, Brigitte Jäger, Eva Kaulard, Bärbel Neskudla, Isolde Zorn sowie die beiden Organisatoren Elke Scherer und Roland Gerth. Und aus dem Nachlass von Paul Schuster, der der Aurelia nahestand, wurden auch zahlreiche Werke gezeigt.

So kam eine bunte und vielfältige Mischung aus mehr als 200 Werken zusammen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: Mit Blei- und Graphitstift, Kohle, Wasserfarbe, Acryl, Kreide, Tusche und Ölfarbe entstanden die Werke, ebenso finden sich Kaffee und Gummibärchen auf den Arbeiten.

Plätze ausgelost

Kleine und große Werke entstanden und was die Auswahl der Motive anbelangt, da gibt es ohnehin keine Grenzen: Da war so ziemlich alles geboten, von abstrakter Malerei über Porträts bis hin Landschaftsbildern und Stillleben, lustigen Bildern und solchen, die zum Nachdenken anregten, Gemälde.

„Die Ausstellungsplätze im Saal wurden ausgelost, erläuterte Scherer das Zustandekommen der Ausstellung. Und am Ende waren es so viele Künstler, dass einige sogar außerhalb auf der Terrasse ihre Werke zeigten. Sie hatten besonderes Glück, konnten sie ihre Werke doch nicht nur auf Tischen präsentieren, sondern am hohen Gartenzaun zudem auch noch aufhängen. dle