Ilvesheim

Ilvesheim Zukunft der Bücherei sorgt für viele Diskussionen

Bibliothek beschäftigt die Bürger

Archivartikel

Sie beschäftigt Ilvesheim 2020 und wird auch 2021 weiterhin ein wichtiges Thema für die Bürger sein: die Gemeindebibliothek. Ihr Fortbestand ist gesichert – dennoch ist die Einrichtung für die kommenden Monate erst einmal geschlossen. Wie das zusammenpasst und was in welcher Reihenfolge passiert, zeigt der folgende Überblick:

März

Regina Weibel, die letzte verbleibende Mitarbeiterin der Bibliothek, gibt bekannt, dass sie die Einrichtung verlassen wird. Ihre Kündigung ist auch Teil des Treffens des Freundeskreises der Bücherei, der sich einige Monate zuvor gegründet hat. Er will sich für den Erhalt der Gemeindebibliothek einsetzen.

Mai

Die Grünen-Fraktion bringt einen Antrag in den Gemeinderat ein. Darin fordert sie den Erhalt derEinrichtung und ein neues Konzept für die Bibliothek. Wegen der durch die Corona-Pandemie unklaren Finanzlage wird das Thema vertagt. Der Freundeskreis startet noch im selben Monat eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Bibliothek.

Juli

957 Unterschriften übergibt der Freundeskreis an Bürgermeister Andreas Metz. Die Aktion findet im Vorfeld der Gemeinderatsitzung statt und wird begleitet von rund 20 Menschen, darunter vielen Kindern. Sie protestieren mit selbst gebastelten Schildern dafür, dass es die Bibliothek weiterhin gibt. Im nichtöffentlichen Teil der anschließenden Sitzung einigen sich die Verwaltung und Gemeinderäte darauf, den im August frei werdenden Posten der Bibliotheksleitung interimsweise an die Diplom-Bibliothekarin Angelika Geiger zu übergeben. Sie war von sich aus auf die Gemeinde zugekommen und hatte ihre Hilfe angeboten.

November/Dezember

Seit Anfang November sind die neue Leiterin Caroline Rödel-Braune und ihre Mitarbeiterin Christina Schobert in der Bibliothek tätig. Da sie in der Einrichtung umfangreichen Modernisierungsbedarf sehen, soll die Einrichtung erst einmal bis etwa Frühsommer geschlossen bleiben. Zu den Aufgaben, die Rödel-Braune nennt, gehören unter anderem ein Online-Katalog, mit dem man von zu Hause aus herausfinden kann, ob Bücher verfügbar sind, aber auch die Aussortierung des Bestandes und ein neuer Anstrich der Wände. Wenn man die Arbeiten während des laufenden Betriebes durchführen würde, würden sie deutlich länger dauern, so Bürgermeister Metz.