Ilvesheim

Ilvesheim Wanderausstellung wird mit Vortrag eröffnet

Blick auf Schicksal von Georg Elser und Hans Kupka

Eine Wanderausstellung, die von der Landeszentrale für politische Bildung konzipiert wurde, rückt den aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den Mittelpunkt. Dabei steht der Widerstandskämpfer Georg Elser im Fokus. Diese Ausstellung wird vom 15. März bis 14. April im Ilvesheimer Rathaus in der Schlossstraße gezeigt.

Zur Eröffnung hält der Ilvesheimer Historiker Markus Enzenauer einen Vortrag über Kupka. Jan, genannt Hans, Kupka stammte aus dem Landkreis Oppeln in Oberschlesien und kam 1925 zum Bau des Kanals und der Neckarbrücke nach Ilvesheim. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten engagierte er sich im Widerstand und kam bereits 1933 zum ersten Mal in „Schutzhaft“.

Er war Mitglied der Mannheimer Gruppe um Georg Lechleiter und wurde wegen seiner Kurierdienste für die Herstellung der antifaschistischen Zeitung „Der Vorbote“ im Februar 1942 zusammen mit den anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe verhaftet und am 15. September 1942 in Stuttgart hingerichtet. Der Vortrag wird ab 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses gehalten. Anschließend kann die Ausstellung über Georg Elser betrachtet werden. Der Eintritt ist frei.

Der Betrachter erfährt, dass der Kunstschreiner Johann Georg Elser, geboren am 4. Januar 1903 in Hermaringen in Württemberg, am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller ein Bomben-Attentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze verübte, das knapp scheiterte. Hitler verließ wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal. Elser wurde noch am selben Tag verhaftet und nach sechsjähriger Isolationshaft am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau ermordet. Er habe Hitler töten wollen, um ein „noch größeres Blutvergießen“ zu verhindern. Deshalb trägt die Ausstellung auch den Titel „Ich habe den Krieg verhindern wollen“. neu