Ilvesheim

Ilvesheim Ferienspaß der Freien Wähler auf der Minigolfanlage

Blick durch Glücksstein soll beim Treffen helfen

„Spielen wir in Seckenheim oder in Ilvesheim?“, fragt Michael Müllner etwas erheitert, nachdem ein orangefarbener Golfball mit einer solch brachialen Gewalt abgeschlagen wurde, dass er fast quer durch Ilvesheim auf die andere Seite des Neckars nach Seckenheim geflogen wäre. Da hatte einer der Kinder die Minigolfanlage mal wieder mit einem richtigen Golfplatz verwechselt.

Dass es auch ganz gefühlvoll geht, zeigte der Jugendwart des Golfclubs dann den Kindern: Mit einem konzentrierten, zarten und gefühlvollem Abschlag setzte sich der Ball in langsam Bewegung, umlief wie von Geisterhand geführt alle Hindernisse auf der Bahn und landete mit dem letzten Schwung im Loch.

„Den Schläger gerade halten“, oder noch etwas eindringlicher: „Schläger richtig herum halten“, so lauteten die hilfreichen Anweisungen an die Kinderschar, die beim Sommerferienprogramm mit den Freien Wählern auf die Minigolfanlage gegangen sind. „Wir machen das jedes Jahr“, erklärte Gemeinderat und Veranstalter Andreas Trier: „Es ist uns ein Anliegen, die Kinder im Sommer zu bespaßen.“ Neben den Freien Wählern ist von den Parteien nur noch die CDU beim Ferienprogramm mit aktiv. Dass die Freien Wähler mit ihrer Aktion im Trend liegen, zeigt das Interesse: Knapp 15 Kinder sind gekommen, um die 19 Minigolfstationen unter fachkundiger Anleitung der Minigolf-Profis zu überstehen.

„Bloß keine 7“, sagt Kaan, es wäre das schlechteste Ergebnis auf einer Bahn. Der wird mit jedem Schlag besser, an einer 7 kommt er dennoch nicht vorbei. Aber auch eine 1 steht auf seinem Zettel: Mit einem Schlag ins Loch getroffen, wie die Profis. Jaader hat ein anderen Trick: In der Hose trägt er einen Glücksstein, „ein kurzer Blick durch den Glücksstein, und dann ist der Ball im Loch.“ Doch der Glücksstein hilft nicht immer, er spielt an der nächsten Bahn eine schlechte 7: „Ich glaub ich hab beim Glücksstein durch die falsche Seite hindurchgesehen“, so seine Erklärung. Nach 19 Stationen und vor den belohnenden Getränken und Süßigkeiten kommt für die Kinder die wohl schwerste Aufgabe des Tages: „Müssen wir die Ergebnisse jetzt im Kopf zusammenzählen?“ dle