Ilvesheim

Ilvesheim Metz setzt sich für Bad ein / Positiver Finanzbericht

„Bürger erwarten eine Entscheidung“

Archivartikel

Die Finanzen der Gemeinde Ilvesheim haben sich zum 30. Juni im Vergleich zur Haushaltsplanung verbessert. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung freute sich Bürgermeister Andreas Metz über einen Finanzierungsmittelüberschuss in Höhe rund 880 000 Euro. Zum 15. Juli erreichte der Bestand an liquiden Eigenmitteln knapp sechs Millionen Euro.

Auch wenn es sich nur eine Momentaufnahe handle, lasse der Halbjahresbericht grundlegende positive Tendenzen im Ergebnishaushalt erkennen, führte Metz aus. Diese würden sich auch auf den Finanzhaushalt auswirken. Das Ortsoberhaupt räumte aber auch ein, dass sich das positive Zwischenergebnis im Verlauf der nächsten sechs Monate insbesondere durch höhere Ausgaben und geringere Erträge, primär beim Einkommenssteueranteil, vermutlich verschlechtere. Man könne dennoch, so Metz, von einer finanziellen Verbesserung ausgehen.

745 000 Euro Planungskosten

Bei den Investitionen ist die Errichtung eines Kombibads ein Schwerpunkt. In Plan stehen knapp 104 000 Euro sowie 13 000 Euro für den Austausch der Abwasserkanalisation am Freibad. Zuzüglich der Auszahlungen aus 2016 (6600 Euro) und 2018 (532 000 Euro) addieren sich die Auszahlungen für die Planungsleistungen auf 642 000 Euro. Weitere Kosten in Höhe von 103 000 Euro verursachten im Jahre 2014 Studien zur Auswahl und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

Barbara Hefner (CDU) gab zu bedenken, dass kostenpflichtige Projekte, dennen der Rat am Abend zugestimmt hatte, das Ergebnis verschlechtern würden. Michael Haug (Grüne) leugnete positive Tendenzen. Die Haushaltssituation werde nicht besser, auch wegen bevorstehender Großprojekte, führte Haug aus.

Peter Riemensperger (Freie Wähler) erkannte gleichwohl „sehr positive Tendenzen“. Dennoch hätte er sich eine realistischere Planung gewünscht. Katharina Kohlbrenner (CDU) forderte eine Maßnahmenliste, um mit dem Ziel des Sparens Punkt für Punkt abarbeiten zu können.

Mehrere Listen auf dem Tisch

Bürgermeister Andreas Metz entgegnete, dass die Verwaltung schon mehrere Listen auf den Tisch gelegt hätte. Darüber wurde auch diskutiert. „Der Gemeinderat muss politisch entscheiden, was er nicht will“, sah Metz das Kommunalparlament und nicht die Verwaltung in der Pflicht.

Rolf Sauer (SPD) ging auf die Kritik von Michael Haug ein, der den Austausch der Kanalisation Am Freibad nicht in Verbindung mit dem Kombibad genannt wissen wollte. „Haben Sie eine andere Verwertung des Freibadgeländes, mit dem Sie den Haushalt sanieren wollen?“, fragte Sauer in Richtung Haug. Der Grünen-Sprecher ließ erneut keinen Zweifel daran, dass für ihn das Kombibad nicht realistisch sei. Die Grünen favorisieren ein neues Freibad, so Haug. Auch hierfür müsse die alte Anlage abgerissen werden. Die Fragen von Ralf Sauer wertete er als weit hergeholt.

Zum Schluss legte Bürgermeister Metz dem Gemeinderat nochmals ans Herz, dass die Bürger in Sachen Kombibad eine Entscheidung erwarten würden. Ein Bürgerentscheid habe sich klar für ein Kombibad ausgesprochen, weshalb auch bereits 750 000 Euro für das Projekt ausgegeben wurden. Das Kombibad wird aktuell von den Grünen als auch der CDU abgelehnt. Die Freien Wähler und die SPD setzen sich für die Freizeiteinrichtung ein.

Info: Mehr über die Gemeinde unter www.ilvesheim.de