Ilvesheim

Ilvesheim Im Technischen Ausschuss notiert

Bushaltestellen bald barrierefrei

Bushaltestellen: Die beiden Bushaltestellen in der Schlossstraße werden saniert und barrierefrei ausgebaut. Die Haltepunkte wurden vorübergehend bereits um einige Meter verlegt. Die ausführende Firma Johann Schön & Sohn (Speyer) hat mit der Ostseite schräg gegenüber des Rathauses begonnen. Danach ist die Westseite vor dem Gasthaus „Rose“ für ebenso vier Wochen eine Baustelle, wie Bauamtsleiter Pascal Tholé am Mittwoch ausführte. Der Ilvesheimer Technische Ausschuss (TA) gab bereits im Februar 2017 grünes Licht für die Maßnahme. Die Gemeinderäte bewilligten rund 199.000 Euro brutto dafür.

Schlossstraße 28: Ein bereits geschlossenes Kosmetikinstitut an der Ecke Neugasse wird bald zu einem Döner-Imbissladen umgebaut. „Das Haus wurde beim Verkauf der Gemeinde vor der Nase weggeschnappt“, bedauerte Bürgermeister Andreas Metz allerdings. Doch vorbehaltlich der noch nicht restlos geklärten Stellplatzfrage sagten alle TA-Mitglieder Ja zum Vorhaben.

Beim Schlossgarten 16: Da sich ein wintergartenähnlicher Anbau auf dem Grundstück in die Umgebungsbebauung einfüge, empfahl die Verwaltung, den Bauantrag zu bewilligen. Es gab keine Widerrede.

Weinheimer Straße 70: Die geplante Erweiterung des bestehenden Wohnhauses war nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes von 1976 zu beurteilen. „Vertretbaren Abweichungen“ von den Bauvorschriften konnten Verwaltung und Gemeinräte zustimmen.

Bergstraße 45: Einstimmig erlaubte es das Gremium, das mit der Errichtung einer Garage auf dem Grundstück die Baugrenze überschritten wird, da im Plangebiet bereits mehrere Nebenanlagen außerhalb der bebaubaren Fläche vorhanden seien.

Mühlenweg: Dass ein neuer Stromverteilungskasten den Gehweg im Mühlenweg blockiere, bemängelte Gemeinderat Rolf Sauer (SPD). „Das werden wir nachprüfen“, versicherte Metz.

Ehemalige Synagoge: Auf Anfrage von Gemeinderätin Sarah Nick-Toma (Grüne) bestätigte Bürgermeister Metz, was der Ilvesheimer Historiker Markus Enzenauer bei einem Vortrag zum „Tag des Denkmals“ angesprochen hatte: Es gibt Pläne, das Gebäude abzureißen, welches ab 1810 eine Synagoge (Hauptstraße 35) der damaligen jüdischen Glaubensgemeinde beherbergte. „Das wäre kein gutes Zeichen“, nahm Metz Stellung. Er würde gerne einen Kompromiss finden. Leider gehöre das Haus nicht der Gemeinde und stehe obendrein nicht unter Denkmalschutz. „Warum sollte man noch darüber diskutieren, da es bereits bis zur Unkenntlichkeit umgebaut ist?“ Dies gab Rolf Sauer (SPD) zu bedenken. Andernfalls müsse man es dem Privatmann abkaufen und ein historisches Gebäude daraus machen, so Sauer. pj