Ilvesheim

Ilvesheim Rainbow Gospel & Soul Connection aus Feudenheim gibt Konzert in der katholischen Kirche St. Peter

Chor begeistert auch mit karibischen Klängen

Archivartikel

Gospel – das ist der Überbegriff für die unterschiedlichen Ausprägungen und Entwicklungen der afroamerikanischen christlichen Musik. Vom Ursprung her wurden die Gospels als Gemeindegesang, aber auch mit solistischen Einlagen versehen. Die Rainbow Gospel & Soul Connection aus Feudenheim schlug mühelos die Brücke zwischen traditionellen Gospels zu aktuellen Gospel Chart Hits. Chorleiter Joe Völker verstand es auf seine eigene unnachahmliche Art und Weise die klassischen mit den modernen Gospels zu kombinieren.

Die Kirche St. Peter bot neben dem stimmungsvollen Ambiente noch eine wunderbare Akustik, so dass sich die Stimmen der Sängerinnen und Sänger hervorragend entfalten konnten. Entsprechend ihrem Namen waren sie in dunklen mit regenbogenartigen Element besetzten Roben gekleidet. Nach einer kurzen Begrüßung durch Joe Völker ging es auch gleich stimmgewaltig los.

Mit „I’ve Got a Crown“ sang der Chor eine Geschichte, in der es darum ging, was man alles in seinen Koffer packen muss, wenn man irgendwann einmal vor der Himmelstüre steht. Die gekonnte Choreografie unterstrich den spielerischen Charakter dieses Liedes. Mit „We Are Going down Jordan“ ging es kraftvoll weiter, wobei Monika Nagel eindrucksvoll den Solopart sang. Gleichzeitig wurde das Publikum aufgefordert mitzumachen, egal wie.

Da wurde geklatscht, mit den Fingern geschnipst und mit den Füßen im Takt gewippt. Die ganze Kirche war in Bewegung und man hatte den Eindruck, dass sich der Gospelchor innerhalb kürzester Zeit vervielfältigt hätte. Während sich die Konzertbesucher noch von diesem optischen und akustischen Erlebnis erholten, kündigte eine Sängerin bereits das nächste Lied an „Bumblebee“. Es geht um eine Hummel, die von Blüte zu Blüte fliegt. Das Publikum wurde aufgefordert, sich zurückzulehnen und einfach nur zu entspannen.

Solistin Gabi Mahlberg überzeugt

Im Gegensatz zu dem vorhergehenden Stück war von den Besuchern kein einziger Mucks zu hören. Man genoss einfach das Geschehen auf der Bühne. Der folgende Klassiker „Somewhere Over the Rainbow“ rührte viele der Zuhörer zu Tränen. Neben dem großartigen Chor überzeugte auch die Solistin Gabi Mahlberg mit ihrer beeindruckenden Stimme.

Die Rainbow Gospel & Soul Connection zeigte aber auch noch eine weitere Seite ihres Könnens. Der jamaikanische Musiker Bob Marley wollte sich in einer schwierigen Zeit nicht unbedingt politisch positionieren, aber dennoch eine Botschaft verkünden. Mit dem Reggae, der jetzt nach Gospal klang, gelang das eindrucksvoll, zumal der Reggae auch choreografisch hervorragend umgesetzt wurde. Während der darauffolgenden kurzen Pause konnten sich die Gäste mit kleinen Snacks versorgen. Die Einnahmen daraus wollte die Gruppe an eine Schule in Peru spenden.

Im zweiten Teil wurde das Publikum wiederum miteingebunden und sogar aufgefordert selbst zu singen. Außergewöhnlich war auch das Stück „Africa“, bei der es um das Thema Regen. Als Intro produzierte der Chor mit Mund und Händen erst Regentropfen und schließlich einen Dauerregen. Mit „We Are the World“ v erabschiedete sich der Gospel Chor, wurde aber natürlich nicht ohne mehrere Zugaben entlassen.