Ilvesheim

Ilvesheim Konzert der Musikschule im Bürgerhaus Hirsch / Letzte Veranstaltung vor Schließung

Der Frühling lässt grüßen

Archivartikel

Auch wenn es draußen vor den Fenstern noch nicht so recht frühlingshaft war, im Ilvesheimer Bürgerhaus Hirsch wehte es schon, das blaue Band des Frühlings – musikalisch beschwingt und heiter. Ingomar Weber, Leiter der Ilvesheimer Musikschule, konnte sich über einen gut besetzten Saal und wenig Veränderungen im Programm freuen – und das startete auch gleich mit den zarten Klängen des Gitarrenensembles.

Louisa Reitz, Finn Böhm, Tobias Heidenreich und Rufus Schaal ließen sehr konzentriert „Nostalgisch“ erklingen, eine Bearbeitung ihres Lehrers Mait Martin. Flott folgte dann Marlene Krackhecke (Violine), die eine kleine Improvisation Boogie-Woogie von Rhomberg zum Besten gab. Ella Walker bot sehr hübsch auf der Flöte ein Allegretto und ein russisches Volkslied dar.

Auch Sophie Rohr ließ die Flöte gekonnt erklingen, mit der bekannten Weise „Greensleeves und Bransle“ von Gervaise. Daniel Vnucec präsentierte beschwingt „Die verflixte 7“ auf der Violine. Dann ließ noch einmal das Ensemble von Mait Martin die wohlklingenden Gitarren ertönen, diesmal verstärkt durch Nele Bautz und Francesco Borsellino.

Es folgte eine weitere Gitarrendarbietung mit Rufus Schaal, Allegretto und Andante a-Moll. Mirja Triller (Flöte) servierte frisch die Sonatine D-Dur von Francois Devienne. Und Lennart Nies ließ mit hübschem Anschlag zwei Etüden von Czerny auf dem Klavier erklingen. Hier und auch bei den anderen jungen Virtuosinnen und Virtuosen waren immer wieder der Mut, die unverzagte Leichtherzigkeit sowie die Freude zu spüren.

So auch bei Alison Jansch (Violine), die fein gespielt eine Mazurka von Baklanova zu Gehör brachte. Paul Steinhauser präsentierte auf der Flöte lebendig, frisch und fehlerfrei aus dem Konzert D-Dur von Rossetti das Rondo.

Johanna Giebels (Violine) folgte mit dem dritten Satz Allegro moderato aus dem Concertino h-Moll von Rieding, den sie sicher und lebhaft ausführte. Klangvoll war dann auch der Vortrag von Lina Weniger, die auf der Flöte, zusammen mit ihrem Lehrer Ingomar Weber, mit zwei Stücken von Devienne aus der Sonate D-Dur die Zuhörer erfreute.

Werke von Bach und Dvoràk

Es folgte der Vortrag von Nikolai Rupp (Violine), der sehr melodisch und gelungen einer Komposition von Antonin Dvoràk erklingen ließ. Daran schloss sich der Flötenvortrag von Marlene Edler an, die – selbstsicher und wirklich gut gespielt – das Allegro assai, aus dem Konzert B-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach volltönend erklingen ließ.

Den letzten Vortrag dieses musikalischen Frühlingsreigens servierte Leonie Wessling, die zusammen mit Ingomar Weber eine Komposition von Wilhelm Friedemann Bach erklingen ließ. Absolut gekonnt bot sie auf der Flöte Auszüge aus der Sonate F-Dur Allegro e moderato, Lamentabile und Prestodar, klangreich dar. Ihr Vortrag wurde mit viel Applaus bedacht – Applaus, der an diesem Abend zugleich all die anderen jungen Musikerinnen und Musiker einschloss, ebenso wie Valentin Humburger, der wieder viele Beiträge sicher und zurückhaltend am Klavier begleitet hatte. wei