Ilvesheim

Ilvesheim Andreas Trier (Freie Wähler) wohnt erst seit vergangenem Jahr in der Kommune

Die Insel ins Herz geschlossen

Er kam, sah und wurde Gemeinderat. In leichter Abwandlung des berühmten lateinischen Zitats von Gaius Julius Caesar „veni, vidi, vici“ (er kam, sah und siegte) lässt sich die Entwicklung von Andreas Trier skizzieren. Der neue Gemeinderat der Freien Wähler, der von Platz 6 aus ins Kommunalparlament einzog, wohnt erst seit vergangenem Jahr in der Gemeinde, deren Geschicke er zumindest für die nächsten fünf Jahre mitgestaltet.

Dieser Weg war vorgezeichnet, als er im März vergangenen Jahres den Vorsitz bei den Freien Wählern übernahm. Da wohnte er noch im benachbarten Seckenheim. Das Interesse an einer Kandidatur für den Gemeinderat war bereits da, und auf die entsprechende Frage von Günter Tschitschke kam eine prompte Zusage. Voraussetzung für das passive Wahlrecht war der Ortswechsel auf die Insel. Mindestens drei Monate muss man in der Gemeinde wohnen, um gewählt werden zu können. So machte Andreas Trier Nägel mit Köpfen und freute sich am 26. Mai über den Einzug in den Gemeinderat.

Offenes Ohr

Er ist wohl kein „Ilveser Bu“, doch die Ilvesheimer Themen und Probleme sind ihm bekannt. Als Bankkaufmann in der VR Bank Rhein-Neckar in der Schlossstraße hört er seit 2014 genau hin, wenn sich die Kundschaft ihm anvertraut. Zwischen seinem Job als Banker und der Kommunalpolitik – ob als Vorsitzender oder Gemeinderat – erkennt Andreas Trier denn auch Parallelen, wie er im Gespräch einräumt. „Ich brauche in beiden Bereichen ein offenes Ohr für die Menschen“, skizziert Andreas Trier. Konfrontiert mit Themen und Problemen der Kommune am Arbeitsplatz, reifte bei Trier der Entschluss, dort mitzuwirken, wo die Entscheidungen für die Kommune fallen. „Ich möchte etwas bewegen“, so Andreas Trier. Er will mithelfen, Projekte zu verwirklichen.

So wie das Kombibad. „Das soll endlich gebaut werden“, fordert der Neu-Gemeinderat. „Die Ilvesheimer haben eine attraktive Freizeiteinrichtung verdient, in der das ganze Jahr über geschwommen werden kann“, bekennt sich Trier als Kombibad-Verfechter. Sein Wunsch ist zudem ein attraktiver Gewerbestandort. Die Bedeutung von Vereinen für die Kommune streicht Trier heraus, weshalb diese Gemeinschaften und ihre Ehrenamtlichen unterstützt werden sollen. Politik ist im Elternhaus kein Thema, verrät der FW-Rat. Er hat also kein Erbe anzutreten und hat sich für die Freien Wähler entschieden, weil diese an kein Bundesprogramm einer Partei gebunden ist. „Wir sind da frei im Handeln“, argumentiert der Bankkaufmann.

Fan der Handballer

In seiner Freizeit unterstützt der 30-Jährige als Mitglied des Fanclubs Time Out gerne Handballmannschaften der Spielvereinigung Ilvesheim. Geselligkeit wird dabei auch groß geschrieben – ebenso bei den zahlreichen Festen in der Gemeinde, die in Andreas Trier einen Fan haben. Ilvesheim und seine Bürger hat der Neu-Gemeinderat in sein Herz geschlossen. Da hätte es auch die ganz große Liebe von außerhalb extrem schwer, ihn von hier wegzulotsen, gesteht der gebürtige Neustädter.