Ilvesheim

Ilvesheim Leni I. von der tanzenden Welle und Max I. von der Partyfactory sind das Kinderprinzenpaar des KV Insulana

„Es ist, wie wir es uns vorgestellt haben“

William und Kate aufgepasst – hier kommt der Nachwuchs: In Ilvesheim rufen Prinzessin Leni I. von der tanzenden Welle und Prinz Max I. von der Partyfactory „Ahoi“ um die Wette. Der elfjährige Max Vollstädt und die zwölfjährige Leni van der Raaij sorgen während der laufenden Kampagne als Kinderprinzenpaar des Karnevalvereins Insulana Ilvesheim für Ausgelassenheit und Freude.

Kennengelernt haben die beiden sich im Verein. Lange tanzten sie zusammen in der gleichen Gardegruppe. Zum Prinzenpaar wurden die beiden aber mehr zufällig. Lenis Eltern hatten sie heimlich in die Liste eingetragen, um sie zu überraschen. Auch Max wollte Kinderprinz werden, dieses Amt aber nicht allein bekleiden. Also taten sich die Beiden kurzerhand zusammen.

Max stammt ursprünglich aus Berlin, zog jedoch als kleines Kind nach Ilvesheim. Zum Karneval kam er über seine Schwester. „Sie hat in der Garde getanzt und mich gefragt, ob ein Jahr mitmachen kann. Und dann bin ich geblieben.“ Leni hingegen lebt schon immer in Ilvesheim, hat jedoch Wurzel in Amsterdam. Seit sie denken kann, tanzt sie zusammen mit einer Freundin beim KV Insulana.

Sport und Musik stehen ganz oben

Beide gehen in Ladenburg zur Schule: Max in die fünfte Klasse an der Merian-Realschule, Leni die sechste Klasse an der Werkrealschule Unterer Neckar. Während Max das Fach Sport bevorzugt, verbringt Leni ihren Schultag am liebsten mit Musikunterricht. Vor ihrem Wechsel von der Merian-Realschule an die Werkrealschule Unterer Neckar war sie sogar Teil der Bläserklasse, in der sie Euphonium spielte, auch bekannt als Tenorhorn und im Grunde genommen nichts anderes als eine kleine, höher gestimmte Tuba.

Bei den Wünschen für die Zeit nach der Schule gehen ihre Vorstellungen weit auseinander. Während Leni gern als Erzieherin Kinder betreuen oder als Bäckerin die Öfen beherrschen würde, wünscht sich Max als Polizist für Ordnung zu sorgen und Konflikte zu schlichten. In ihrer Freizeit sind die beiden, neben dem Karneval, auch weiter in Vereinen aktiv. Leni tanzt Hip-Hop und schwimmt gern. Aus diesen Hobbys ergibt sich auch Lenis Titel „von der tanzenden Welle“. Auch Max ist als Mitglied der DLRG nicht wasserscheu und engagiert sich zusätzlich in der Freiwilligen Feuerwehr. Sein Titel „von der Partyfactory“ leitet sich vom gleichnamigen Laden seines Vaters ab, in dem allerhand festliches Zubehör und Kostüme angeboten werden.

Bis man aber wirklich so aussieht, wie eine Prinzessin, dauert es ein wenig. „Ich denke, es waren eineinhalb Stunden“, schätzt sie den Aufwand des heutigen Looks. Auch wenn die Haare sich beim Frisieren einmal schmerzhaft verknoten, sei es ihr das wert. „Meine Eltern sagen dann, wer schön sein will, muss leiden“, erzählt sie lachend. Max hat es da etwas einfacher: Einfach in den Anzug, Orden umlegen und Narrenkappe aufsetzen – fertig.

Spende werden gesammelt

All die Mühen seien es aber wert. „Es ist genauso, wie wir es uns vorgestellt haben“, da sind sich beide einig. Leni genießt es, wie eine Prinzessin auszusehen. Auch die Ritter herum zu scheuchen gehört zu den kleinen, schelmischen Freuden des Lebens als Kinderprinzenpaar. Einen Haken gibt es dann doch noch: Die Klassenkameraden tuscheln, sobald einer von ihnen den Anderen erwähne. Dabei seien sie nur Freunde. Im Rahmen ihrer Kampagne sammeln die beiden außerdem für das Elternhaus der Deutschen Leukämie-Forschungs-Hilfe, in dem Eltern und Geschwister von an Krebs erkrankten Kindern für eine Weile in deren Nähe unterkommen können. Spenden können bei den Veranstaltungen in die Spendenbox geworfen werden, oder werden von den Rittern eingesammelt.

Bis zum Aschermittwoch haben die beiden noch viel zu tun. Für einige Termine bekommen Max und Leni sogar schulfrei. Ein Höhepunkt wird dabei der Fasnachtsumzug sein, bei dem die beiden Kleinigkeiten wie Bonbons oder kleine Schlüsselanhänger von ihrem Wagen aus in die Menge werfen dürfen. „Vor allem den Kindern macht man damit eine Freude“, meint Leni.