Ilvesheim

Ilvesheim Gruppe der katholischen Kirchengemeinde St. Peter spendet 1000 Euro

Familienkreis hat ein Herz für Bedürftige

Archivartikel

„Wo die Not am nächsten ist, soll geholfen werden“, erklärte Gerhard Karch vom Familienkreis der katholischen Kirchengemeinde St. Peter in Ilvesheim das Anliegen, das hinter der jährlichen Spende der Kirchengruppe steht. Auch sei schon immer das Bestreben gewesen, so Karch weiter, die Spenden dahin zu geben, wo sie auch wie gedacht genutzt werden. Auch in der eigentlich gut situierten Inselgemeinde leben derzeit rund 70 Einwohner in Armut oder befinden sich in einer Notlage, benötigen Hilfe. Davor ist niemand wirklich gefeit, das kann auch jüngere Menschen treffen. Der Verlust von Arbeit, Krankheit und vielen Ursachen mehr kann in die Armut, oft gar in die Obdachlosigkeit führen. Mit einer Spende über 1000 Euro möchte der Familienkreis die Not in der Heimatgemeinde ein wenig lindern.

Bereits seit vielen Jahren spendet der Familienkreis für caritative Zwecke, weltweit und auch vor Ort. Gerne nahm Elke Urbanski, die Sozialarbeiterin der Gemeinde, den Scheck entgegen. Sie kennt die Betroffenen, weiß, wo und wann Hilfe akut benötigt wird und berichtete interessant mit vielen Beispielen aus ihrer täglichen Arbeit, selbstverständlich ohne Nennung von Namen oder Adressen. Schicksalsschläge ziehen oft eine ganze Serie an Problemen nach sich, die oft in finanzielle und auch seelische Misere führt und das nicht nur bei Einzelpersonen, sondern auch bei Familien. Auf kleinem Amtsweg kann vieles entschärft werden, sei es durch Hilfe beim Ausfüllen von Papieren, Hilfe bei der Arbeitssuche, um wieder Fuß zu fassen und selbstständig leben zu können.

Die Sozialarbeiterin weiß sich gut unterstützt durch die Gemeinde selbst, steht aber auch in regem Kontakt mit der Ilvesheimer Caritasgruppe, die von Margot Illig geleitet wird, mit der IBH (Ilvesheimer Bürgerhilfe), der AWO, dem VdK, sowie der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde. Ohne die Unterstützung der ehrenamtlichen Organisation ist Unterstützung in dem Umfang, den Ilvesheim leistet, nicht möglich.

Ebenso hilfreich sind die vielen Spenden, die die Sozialarbeiterin von der Bevölkerung erhält, ob nun in Geld- oder Sachform. Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Handtücher, alles ist Elke Urbanski willkommen, alles hilft. So wird in der Adventszeit auch die Caritas Gruppe wieder um Spenden bitten und Tüten für die notleidenden Menschen in Ilvesheim richten, die im Anschluss von Elke Urbanski verteilt werden. Die AWO kümmert sich um Ostertüten.

Bürgermeister Andreas Metz dankte dem Familienkreis für die Spende und erklärte die Rolle der Gemeinde: „In unserem Land gibt es ein sehr enges soziales Netz, das zu ersetzen nicht die Aufgabe der Gemeinde ist. Unsere Aufgabe ist es, die Überbrückung für die Betroffenen zu sichern, die Hilfe bei den Ämtern selbst, und bis dann die Gelder der zuständigen Ämter anlaufen, meist handelt es sich um zwei bis drei Monate. Andreas Metz lobte weiterhin die gute Vernetzung der Sozialarbeiterin, klar sei allerdings: „ Man kann Hilfe anbieten, drängen kann man nicht“. moko