Ilvesheim

Ilvesheim Verwaltung informiert über Fortschritt von Renovierungen nördlich des Kanals / Auszahlung unter Bedingungen

Fördergelder sind noch zu haben

Archivartikel

Egal ob Ampelanlage, Fahrradstreifen oder die Sanierung von Privathäusern: Im Nordwesten Ilvesheims hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Der Grund: Der Bereich rund um die Feudenheimer Straße ist ein Sanierungsgebiet. Das bedeutet, dass zahlreiche Baumaßnahmen mit Geld gefördert werden, das die Gemeinde Ilvesheim zuvor beim Land beantragt hat. Von der Förderung profitieren können sowohl Privatleute als auch die Gemeinde, wenn es zum Beispiel um die Sanierung von Straßen oder öffentliche Gebäude geht.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die Verwaltung über den Stand der Arbeiten informiert. Zum einen ging es um die Ertüchtigung von Privathäusern, zum anderen um die Sanierung öffentlicher Plätze und Straßen. Dazu zählt besonders die Feudenheimer Straße.

Dort wurden unter anderem Radstreifen eingeführt und die Ampelanlage an der Kreuzung zur Wallstadter Straße erneuert. Auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle wurde ein Neubau gefördert, in dem Wohnungen, aber auch Gewerbe und Geschäfte zu finden sind. Zudem dienten die Mittel dazu, die Straße „Im Mahrgrund“ zu sanieren und den Spielplatz an der Mozartstraße zu erneuern. Die wichtigste Maßnahme, die noch ansteht, ist die Sanierung der Mehrzweckhalle. Für sie sind zunächst rund 500 000 Euro an Fördermitteln veranschlagt. Das Gebäude liegt zwar nicht im Gebiet nördlich des Kanals, hat aber für die dort lebenden Menschen eine wichtige Bedeutung. Deshalb konnte auch sie in den Förderungs-Katalog übernommen werden, so Bauamtsleiter Pascal Tholé.

„Bei der Sanierung der Privathäuser sprechen wir besonders vom Auswechseln der Fenster und der Erneuerung von Heizung und Sanitäranlagen“, sagt Ralf Münch vom Planungsbüro MVV Regioplan, der das Projekt betreut. Seit 2011 wurden insgesamt 22 Häuser saniert, sechs wurden abgerissen. Vier Sanierungsmaßnahmen sind laut Planungsbüro noch nicht abgeschlossen. Für all diese Vorhaben, egal ob Abriss oder Sanierung, flossen bereits mehr als 370 000 Euro an Zuschüssen. Die Mittel sind allerdings noch nicht ausgeschöpft. Wer sich für eine Sanierung interessiert, kann sich daher an das Bauamt der Gemeinde wenden. „Wir führen mit den Interessenten das erste Gespräch und loten die Möglichkeiten aus“, sagt Tholé. Für eine Bewilligung von Zuschüssen gibt es allerdings einige Voraussetzungen. Eine davon ist, dass mit der Modernisierung noch nicht begonnen wurde und dass das Haus grundsätzlich „modernisierungsbedürftig“ ist.

Frist läuft vorerst bis 2022

Zudem muss das Gebäude innerhalb des Sanierungsgebietes liegen. Darüber hinaus sollten mehrere Maßnahmen angegangen werden. Wer nur seine Wände streichen will, kann vermutlich nicht mit einer Förderung rechnen. „Wir versuchen im Gespräch herauszufinden, welche Maßnahmen sich gut kombinieren lassen“, sagt Tholé. So sei es wenig sinnvoll, die Fenster zu wechseln, aber die Hauswand weiterhin ungedämmt zu lassen.

Die Fördersumme ist auf maximal 25 000 Euro begrenzt. Um diese zu bekommen, muss das eigene Vorhaben mindestens 100 000 Euro kosten. Darüber hinaus gibt es für Interessenten eine zeitliche Begrenzung. Die Förderphase läuft zunächst einmal bis 2022. Zwar fasst die Verwaltung eine Verlängerung ins Auge, rät Interessenten allerdings, sich schnell zu bewerben.