Ilvesheim

Ilvesheim Im Technischen Ausschuss wurden Pläne für die Umgestaltung des Schul-Außengeländes vorgestellt

Forscherhof mit Lernanreizen

„Das Außengelände der Friedrich-Ebert-Schule ist mehr denn je in keinem guten Zustand“. Für Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz drängt sich deshalb eine Umgestaltung auf. Mitglieder des Technischen Ausschusses sehen ebenso Handlungsbedarf. Dies dokumentierten sie am Mittwochabend in ihrer Sitzung. Die Räte ließen aber offen, ob die gesamte Planung, die das Büro und Bildungszentrum für Frei- und Spielraumplanung präsentierte, verwirklicht werden sollte. Denn die insgesamt sieben Module im Vorentwurf der Fachleute addieren sich auf eine Gesamtsumme in Höhe von 367 700 Euro. Das letzte Wort hat aber eh der Gemeinderat. Stimmt er der Planung zu, dann könnten im nächsten Jahr die Umgestaltungsarbeiten im Schulhof aufgenommen werden. Dies trifft auch für Teile des Konzepts zu. Die insgesamt sieben Module sind derart aufgestellt, dass sie zeitversetzt realisiert werden können.

Architektur als dritter Erzieher

In der TA-Sitzung stellten zwei Vertreter des Planungsbüros aus Hohenahr ihre Ausarbeitungen vor. Es wurde vorausgeschickt, dass die einzelnen Bereiche gesamtheitlich als Forscherhof mit vielfältigen Lernanregungen konzipiert wurde. Es handelt sich, so der Fachmann, um Freiräume, die das Lernen lernen. Wobei die Architektur als dritter Erzieher gelte.

Die Pläne sehen eine Verlegung des Haupteingangs in den Bereich vor, in dem aktuell die Fahrräder abgestellt werden. Der Fahrradhof wird an anderer Stelle neu gestaltet. Die Wegeführung zum Schulgebäude erhält Sinnesspielelemente, Verweilpunkte und eine Mosaikschlange, die unter Mitwirkung der Schüler über Jahre hinweg wachsen kann. An den Zugangsbereich könnte sich, so der Vorentwurf, ein bewegungsaktiver Bereich anschließen. Ein Seilklettergarten sowie ein Felsenmeer könnten den Bewegungsdrang der Schüler herausfordern. Im Bereich des vorhandenen Pavillons haben die Fachleute eine Piazzetta geplant. Dieser überdachte Bereich böte Gelegenheit für Aufführungen.

Vorgeschlagen wird auch ein Schulgarten, in dem beispielsweise Hoch- und Zauberbeete praktischen Sachkundeunterricht ermöglichen. Westlich vom Schulgarten ist ein grünes Klassenzimmer angedacht. Beobachten, forschen und entdecken sollen möglich sein. Die Kreativität soll im Kunsthof gefördert werden. An Tischtennisplatte, Bolzplatztor und Balltrichter sollen aber auch Bälle fliegen. Für den nordöstlichen Bereich des Schulhofs ist eine aktive Spielzone vorgesehen. Hier sollen auf entsprechenden Geräten balancieren, schaukeln und schwingen möglich sein. Die Planer haben auch einen barrierefreien Zugang und ein grünes Klassenzimmer berücksichtigt.

Von viel Input sprach Bürgermeister Andreas Metz nach der Präsentation des Vorentwurfs. Für Bernhard Ries (Freie Wähler) drängte sich der Vergleich mit einem Abenteuerspielplatz auf. Der Fachmann widersprach und fügte an, dass es sich um einen Platz zum Lernen handle. Für Rektorin Monika Maier wäre die Umsetzung „ein enormer Gewinn“. Philipp Kaltschmitt (SPD) befand, dass nicht alles umgesetzt werden könne.