Ilvesheim

Ilvesheim Geld kommt ärmeren Mitbürgern zugute

Freie Wähler spenden 1000 Euro

Die Freien Wähler Ilvesheim spenden 1000 Euro für bedürftige Mitbürger der Inselgemeinde: Den Spendencheck übergaben der 1. Vorsitzende Andreas Trier, der Fraktionsvorsitzende Peter Riemensperger und Gemeinderat Günter Tschitschke an Sozialarbeiterin Elke Urbanski. Das Spendengeld kam mit dem Verkauf von Notfalldosen zusammen. Die Freien Wähler Ilvesheim haben den Betrag auf 1000 Euro aufgerundet.

Zahl der Bedürftigen vervierfacht

Bürgermeister Andreas Metz und Sozialarbeiterin Urbanski dankten den Freien Wähler für die Spende, die von den bedürftigen Mitbürgern in Ilvesheim mehr als gebraucht wird: Kaum zu glauben, aber die Zahl der Hilfsbedürftigen habe sich in der Inselgemeinde seit 2016 vervierfacht. Es gibt einige Familien, die schwer gebeutelt sind, ließ die Sozialarbeiterin Urbanski wissen. „Zwischen 140 und 160 Bedürftige gibt es in der Gemeinde. Viele genieren sich für ihre schlechte finanzielle Situation, und schämen sich Sozialhilfe zu beantragen“.

Urbanski berichtete von einen Fall, bei der ein Senior mit einer Rente von unter 300 Euro noch im Alter von weit über 70 Jahren arbeiten muss, um über die Runden zu kommen. In einem anderen Fall müsse der Kaffeesatz mehrmals zum Aufbrühen verwendet werden.

Für viele Bedürftige bringt vor allem die Zuzahlung bei Medikamenten oder der Kauf von Hilfs- und Wundmittel finanzielle Probleme mit sich. So würden beispielsweise Brillen nicht mehr über die Grundsicherung bezahlt. „Wir sind deshalb neben den Sachspenden auch auf Geldspenden angewiesen“, so die Sozialarbeiterin.

Die Sozialarbeiterin solle selbst entscheiden, wo das Spendengeld aus dem Verkauf der Dosen am Dringendsten gebraucht werde. Mit einem Teil des Spendengeldes werde für bedürftige Familien mit Kindern ein Ausflug in den Heidelberger Zoo finanziert. Weitere Spendengelder fließen in Zuzahlungen beim Kauf von Hörgeräten.

Gemeinderat Tschitschke berichtete, dass es noch Restbestände der Notfalldose gebe, die für Notärzte/Rettungskräfte wichtige Informationen wie Blutgruppe, Krankheiten und Notfallkontakte des Besitzers enthalten. fase