Ilvesheim

Ilvesheim Liste zur Kommunalwahl einstimmig verabschiedet / Drei von sechs Gemeinderäten hören auf, 14 Neulinge treten an / Frauenquote bei 27,8 Prozent

Freie Wähler wollen stärkste Kraft bleiben

Archivartikel

Die Freien Wähler (FW) in Ilvesheim ziehen mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Peter Riemensperger an der Spitze in die Gemeinderatswahl. Der 54-Jährige führt die Liste an, die die Mitglieder am Freitag bei einer Versammlung in der „Krone“ einstimmig verabschiedet haben.

Mit Bernhard Ries auf Platz drei und Bürgermeister-Stellvertreter Günter Tschitschke auf Platz sechs treten zwei weitere Gemeinderäte erneut an. Auf den Plätzen zwei und vier kandidieren mit Sandra Stickel und Cornelia Fischer zwei Frauen neu. Den sechsten Platz auf der Liste nimmt der neue Vorsitzende der Freien Wähler, Andreas Trier, ein.

Neben Alfred Reiser verzichten zwei weitere Gemeinderäte auf eine erneute Kandidatur. „Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig“, begründete die junge Mutter und Selbstständige Verena Hepp ihren Abschied aus dem Gemeinderat. Dennis Rauhöft war erst im Juli 2018 in den Rat nachgerückt, will sich aber jetzt zunächst ganz dem Studium des Weinbaus widmen und dafür auch ein Jahr in Wien verbringen.

14 neue Bewerber

Derzeit verfügen die Freien Wähler über sechs von 18 Sitzen im Gemeinderat und sind damit erstmals stärkste Fraktion. Das wollen sie auch bleiben, wie Spitzenkandidat Riemensperger im Gespräch mit dem „MM“ betonte: „Wir sind optimistisch.“ Mit einem Altersdurchschnitt von 46,6 Jahren ist die Liste recht jung. Außerdem sind 14 Kandidaten neu, haben also noch nicht für die Freien Wähler kandidiert. Defizite gibt es indes beim Frauenanteil. Auf den ersten sechs Plätzen verfehlen die Freien Wähler mit einem Drittel die gesetzliche Frauenquote deutlich. Insgesamt ist es noch schlechter. Denn von 18 Bewerbern sind nur fünf weiblich, das entspricht einem Anteil von gerade einmal 27,8 Prozent.

„Ich mache die Arbeit mit großer Freude“, betonte Riemensperger, der seit zehn Jahren an der Spitze der Fraktion steht. Ihm ist es vor allem ein Anliegen, das Projekt Kombibad „zu einem sehr guten Ende“ zu bringen. Sandra Stickel, die mit der früheren FW-Gemeinderätin Christine Busch-Mauz in einer Praxis arbeitet, will kommunalpolitisch in deren Fußstapfen treten. „Ich komme vom Waldhof, für mich war Ilvesheim schon als Kind die schöne Insel“, betonte sie. „Ilvesheim ist meine Heimat, ich kann mir keinen schöneren Wohnort vorstellen“, bekannte Bernhard Ries. Conny Fischer ist nach eigenen Angaben über die Spielvereinigung zu den FW gekommen, wo sie Menschen zum Sport bewegt. Sie sieht in der Kommunalpolitik eine neue Aufgabe und Herausforderung.

Günter Tschitschke verweist auf viele Aufgaben, „die wir angestoßen haben und die ich zu Ende bringen will.“ Andreas Trier kennt viele Ilvesheimer aus seiner Arbeit bei der VR-Bank und will ihnen jetzt auch als Gemeinderat „etwas zurückgeben“.

„Ich war bei fast allen Sitzungen des Gemeinderates“, unterstrich Rüdiger Kühner sein Interesse an der Kommunalpolitik. Martin Kragl hat „in Ilvesheim eingeheiratet“. Er fühlt sich mit seiner Familie hier wohl und will sich deshalb engagieren. Henry Hanel will sich als „bekennender Opa“ für eine bürgernahe Kommunalpolitik einsetzen. Die Bedürfnisse der Familie liegen Christian Kliebisch nach eigenem Bekunden besonders am Herzen.