Ilvesheim

Ilvesheim Wanderung der Freien Wähler mit vielen Informations-Stopps

FW für Radweg am Kanal

Zum 6. Mal luden die Freien Wähler Ilvesheim zum Wandern ein. Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, Peter Riemensperger, begrüßte die knapp zehn Mitwanderer und zeigte sich noch verstimmt über die kurzfristige Absage einer zugesagten Führung im Automuseum "Dr. Carl Benz". Riemensperger hatte Route 2 - knapp neun Kilometer - ausgewählt. Die Freien Wähler hatten vor einigen Jahren sechs Wanderwege eingeweiht und gekennzeichnet. Der Wandertag wird auch genutzt, um fehlende Markierungen zu notieren und sie wieder anzubringen.

Der Spaziergang führte vom Startpunkt Festplatz über Ladenburg, Neckarhausen, Neckarplatten nach Seckenheim wieder nach Ilvesheim zurück. Erster Wanderstopp erfolgte am "Dammspitzel" in Ilvesheim. Riemensperger informierte hier über den Wirtschaftsweg vom Wasser- und Wirtschaftsamt, der als Radweg genutzt wird, jedoch nicht dafür ausgelegt sei. Das Wasser- und Wirtschaftsamt duldet die Radnutzung. Für den Kreis besitzt eine Radverbindung Ilvesheim/Ladenburg eine hohe Priorität und er bezuschusst einen solchen. Der Kreis beteiligt sich mit 25 Prozent der Baukosten, maximal 82 500 Euro an den Ausbaukosten.

Ein Umbau des jetzigen Wirtschaftsweges in einen "offiziellen" Radweg sei wegen der Dammlage sehr kostenintensiv. Die Freien Wähler tendieren aus Kostengründen daher für einen Radweg am Kanal entlang. Nächster Halt erfolgte am Hochwassersperrtor. Ein Streit zwischen Auftraggeber und der Baufirma habe zum Baustopp von fast einem dreiviertel Jahr geführt. Das alte Hochwassersperrtor wurde ertüchtigt und demnächst wird es auf der Baustelle weitergehen, ließ Riemensperger wissen. Der Fraktionsvorsitzende informierte über den Stand der L 597 und der Ladenburger Neckarbrücke und zeigte sich optimistisch, dass etwas passieren werde. Über die Eisenbahnbrücke ging es von Ladenburg nach Neckarhausen, weiter zum Klärwerk vom Abwasserverband Unterer Neckar in Neckarhausen.

Hier erfolgt die Abwasserreinigung für Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ilvesheim, Ladenburg und Schriesheim. Die Kläranlage sei sehr energieintensiv, allerdings werde das Abwasser, welches viel Energie enthält, wieder durch die Kläranlage in Strom umgewandelt. 400 Haushalte werden mit Strom versorgt und dies mache sich letztlich auch bei den Abwassergebühren für die Bürger positiv bemerkbar, führte das Ilvesheimer Gemeinderatsmitglied aus. Im weiteren Verlauf des Spazierganges berichtete Riemensperger über das vorgesehene Backbone-Netz (für schnelles Internet) auf den Neckarplatten. Nach einer über zwei stündigen Wandertour kehrten die Wanderer zum Mittagessen im Schloss ein.