Ilvesheim

Ilvesheim Gemeindekindergarten und Kinderkrippe werden noch in diesem Jahr teurer

Gebühren steigen um sieben Prozent

Archivartikel

Dem neuen Gemeinderat lagen neue Gebühren für den Gemeindekindergarten auf dem Tisch. Freie Wähler, CDU, Grüne und SPD stimmten einheitlich für den Verwaltungsvorschlag. Nach der rund siebenprozentigen Erhöhung der Gebühren für den Besuch des Gemeindekindergartens muss im Kindergartenjahr 2019/2020 mehr bezahlt werden. Die Kosten variieren aufgrund des Jahreseinkommens, der Anzahl der Stunden sowie der Kinder einer Familie.

Staffelung nach Einkommen

Beispiele mit einer verlängerten Öffnungszeit von 6,5 Stunden am Tag: Bei einem Jahreseinkommen bis 23 000 Euro zahlt ein Kind 120 Euro im Monat, das zweite Kind einer Familie 90 Euro. Von 23 001 bis 33 000 Euro Verdienst sind es 134, beziehungsweise 103 Euro, von 33 001 bis 42 750 Euro fallen 152 und 118 Euro an. Bei über 42 751 Euro Jahreseinkommen muss der Höchstsatz in Höhe von 169 für das erste und 127 Euro für das zweite Kind überwiesen werden. Bei sieben Stunden im Kindergarten sind die Preise durchschnittlich zehn Euro höher.

Bei der Ganztagsbetreuung (zehn Stunden) werden für Eltern mit einem Jahreseinkommen bis 23 000 Euro für ein Kind 226 und für das zweite 172 Euro berechnet. Von 23 001 bis 33 000 Euro Verdienst sind es 259, respektive 199 Euro, von 33 001 bis 42 750 Euro Jahreseinkommen sind es 293 und 223 Euro. Bei einem Jahreseinkommen über 42 751 Euro ist der Höchstsatz fällig: 324 und 247 Euro.

Thema im Rat war auch die Verpflegung. Für das Mittagessen im kommunalen Kindergarten wird aktuell eine monatliche Gebühr von 85 Euro erhoben. Der Kostendeckungsgrad liegt bei knapp 60 Prozent. Künftig kostet das Essen 92,50 Euro. Das Frühstück kommt derzeit auf 13,25 Euro. Es wird auf 15,25 Euro angehoben.

Sauer sieht Land in der Pflicht

Gemeinderat Rolf Sauer (SPD) erinnerte daran, dass die Kommune jährlich drei Millionen Euro für die Kinderbetreuung ausgebe. Es gebe zwar Zuschüsse, aber 65 Prozent der Kosten müsse die Kommune aufbringen, so Sauer weiter. Deshalb forderte er eine stärkere Unterstützung durch das Land.

Auch die Gebühren für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren in den Einrichtungen in der Heddesheimer Straße 33 und der Goethestraße 15 werden im Einvernehmen mit dem Betreiber (Verein Kinderkiste) zum 1. Oktober dieses Jahres erhöht. Auch hier gab es ein einstimmiges Votum des Gemeinderats.

Im Folgenden Beispiele für die Gebühren, die nach Jahreseinkommen und Anzahl der Stunden verschieden ausfallen. Bei der Kinderkrippe mit sieben Stunden Betreuungszeit zahlen die Eltern bei einem Jahreseinkommen bis 23 000 Euro für ein Kind 308 Euro im Monat, für das zweite Kind 231 Euro. Bei einem Verdienst zwischen 23 001 und 33 000 Euro sind es 352 und 264 Euro, bei einem Einkommen zwischen 33 001 und 42 750 Euro werden 396 und 297 Euro verlangt. Beim Jahreseinkommen über 42 751 Euro ist der Höchstsatz fällig: 440 und 330 Euro.

Beträgt die Betreuungszeit 8,5 Stunden zahlt ein Kind 375 Euro (bis 23 000 Euro Jahreseinkommen), 428 Euro (23 001 bis 33 000 Euro), 482 Euro (33 001 bis 42 750 Euro) oder 535 Euro (über 42 751 Euro).

Info: Mehr über Kindergärten unter www.ilvesheim.de